Werne. Der Altstadtfreunde-Verein lädt am Donnerstag, 26. Februar, um 18 Uhr in den Verkehrsverein am Roggenmarkt zu einem Vortrag ein, und zwar über die Churburg im Obervinschgau.
Dieses beeindruckende Denkmal wurde vom Fürstbischof von Chur um 1250 erbaut. Die Burg ist somit eine der ältesten und am besten erhaltenen Südtirols. Der Innenhof dieser Burg ist mit prächtigen Bildern aus der Zeit der Renaissance ausgestattet, die in einem närrischen Märchen- und Sagenspiel Lehren und Mahnungen erteilen. Sie veranschaulicht damit auf besondere Weise, wie wertvoll Denkmale sein können.
Wieder einmal blickt Karl-Heinz Schwarze zu einem Denkmal weit über die Mauern der Altstadt Wernes hinaus. Der Obervinschgau ist sprachlich und territorial ein Grenzgebiet, in dem drei Länder aufeinandertreffen. Über dieses Gebiet führte ein wichtiger Handelsweg von Norden nach Italien, was dazu führte, dass es nicht nur mit prächtigen Denkmalen ausgestattete ist, sondern auch oft heftig umkämpft war. Um das Jahr 1500 fand auf der Ebene vor den Toren der Burg eine äußerst blutige Schlacht statt, die den Obervinschgau in der Folge weitgehend verwüstete. Das Ergebnis der Schlacht formte hier zudem die europäische Landkarte neu. All das und die wunderschöne Südtiroler Landschaft werden in eindrucksvollen Bildern vorgestellt.
Schwarze erzählt in einer sagenumwobene Familiengeschichte der Burgherren, wie ein heftiger Generationenkonflikt auf beeindruckende Weise gelöst wurde, und zwar so, dass sie für alle Zeiten beispielhaft sein sollte. Wir gehen der Frage nach, ob die Lehren und Mahnungen, die in den Malereien vorgeschlagen werden, in Südtirol gewirkt haben.
Alle Kultur-, Denkmal- und Wanderfreunde sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Vereinsarbeit ist erwünscht.






















