Klangvolle Reise durch die Musikstadt Leipzig

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Werne. Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum in der gut besuchten Pfarrkirche St. Christophorus bei dem Leipziger Blechbläserquintett emBRASSment, das auf Einladung der Stiftung Musica Sacra Westfalica am Sonntag ein ebenso anspruchsvolles wie unterhaltsames Konzert präsentierte.

Unter dem Motto „Musikstadt Leipzig“ spannten die fünf Musiker einen weiten Bogen von der Barockzeit Johann Sebastian Bachs bis zu den Hits der Popgruppe „Die Prinzen“- und machten dabei eindrucksvoll hörbar, warum Leipzig seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten Musikstädten Europas zählt.

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Bereits die eröffnende Turmsonate Nr. 10 von Johann Gottfried Reiche, einst berühmter Trompetenvirtuose und Weggefährte Bachs, ließ die außergewöhnliche Klangkultur des Ensembles erkennen. Mit präzisem Zusammenspiel, strahlenden Höhen und warmem Gesamtklang entfalteten die Musiker die festliche Atmosphäre historischer Leipziger Stadtmusik.

Durch das Programm führte der Posaunist des Quintetts, Lars Proxa, mit viel Humor, Charme und zahlreichen Anekdoten. Seine Moderationen vermittelten Wissenswertes über Leipzigs Musikgeschichte, berühmte Komponisten und die Entstehung einzelner Werke, ohne jemals belehrend zu wirken. Vielmehr gelang es ihm, das Publikum auf unterhaltsame Weise mitzunehmen und eine persönliche Verbindung zwischen Musik und Zuhörern herzustellen. Die Geschichten über Thomaskantoren, Leipziger Musiktraditionen und die Entstehungsgeschichte einzelner Werke verliehen dem Konzert zusätzliche Tiefe und machten den Nachmittag auch zu einer kleinen kulturhistorischen Entdeckungsreise.

Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig die Musiktradition Leipzigs ist. Gleichzeitig wurde deutlich, welch außergewöhnliche Klangkultur emBRASSment pflegt.

Besonders eindrucksvoll gerieten die Werke von Johann Hermann Schein und Johann Sebastian Bach. Das festliche „Coro Festivo“ aus der Kantate Der Herr ist mein getreuer Hirt erklang mit großer Ausdruckskraft und ließ die Nähe zur vokalen Vorlage spüren. Die Bearbeitungen machten deutlich, wie zeitlos und lebendig diese Musik bis heute wirkt.

Anschließend öffnete sich das Programm zunehmend moderneren Klangwelten. Die Bearbeitung von Musik aus Wagners Ring verband monumentale Klangbilder mit großer Spielfreude. Humorvolle Akzente setzten anschließend die Werke von Rolf von Nordenskjöld, insbesondere die temperamentvolle „Dancing Cat“, die mit jazziger Raffinesse und augenzwinkerndem Witz begeisterte.

Den Schlusspunkt bildete ein Medley der Leipziger Popgruppe Die Prinzen. Mit hörbarer Freude und beeindruckender stilistischer Flexibilität wechselten die Musiker vom Barock über Jazz in die Popmusik und bewiesen, dass musikalische Qualität keine Genregrenzen kennt. Das Publikum dankte es mit herzlichem Beifall.

Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig die Musiktradition Leipzigs ist. Gleichzeitig wurde deutlich, welch außergewöhnliche Klangkultur emBRASSment pflegt. Technische Perfektion, stilistische Sicherheit und eine sympathische Bühnenpräsenz verbanden sich zu einem Konzerterlebnis, das gleichermaßen informativ, unterhaltsam und musikalisch hochklassig war und das einmal mehr die Bedeutung der Stiftung Musica Sacra Westfalica für das kulturelle Leben in Werne unterstrich.

Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann dies über die im Programmheft genannte Kontoverbindung tun: Stiftung Musica Sacra Westfalica, IBAN: DE11 4415 2370 0000 7014 17.

Die Konzertreihe wird bereits am Sonntag, 28. Juni 2026, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Christophorus fortgesetzt. Dann gastiert der international konzertierende Warschauer Organist Michał Markuszewski in Werne. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Josef Gabriel Rheinberger, Niels Wilhelm Gade und César Franck.

Nach dem musikalischen Erlebnis mit emBRASSment darf man sich bereits jetzt auf einen weiteren hochkarätigen Konzertnachmittag freuen.

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