Werne. Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Fördervereins der Stadtbücherei Werne gab es am vergangenen Freitag einen weiteren Höhepunkt.
Der begnadete Erzähler Friedrich Raad begeisterte mit seiner charismatischen, beruhigenden Stimme und seinen Schattenfiguren das Publikum im Wohnzimmer der Stadtbücherei.
Die Geschichte des Brahmanensohnes „Siddhartha“ von Herrmann Hesse hörte sich zwar nach schwerer Kost an, doch gelang es Friedrich Raad und seinem Kollegen, sie anschaulich und musikalisch unterlegt mit bewegten Scherenschnittfiguren vor einer schön gemalten indischen Landschaft und farbigem Lichtspiel zu präsentieren.
Die Reise des wissens- und geistesdurstigen Siddhartha, der entdeckt, dass Wissen nicht alles ist, führt über ein Leben in Askese, eine Einführung in die Kunst der Liebe, den Beweis der eigenen Geschäftstüchtigkeit und Glücksspiel bis hin zu einem Selbstmordversuch und der rettenden Erkenntnis, dass ein gutes Leben und Weisheit nicht durch Lehren anderer vermittelt werden können, sondern nur durch eigene Erfahrung und das Annehmen des Augenblicks.
Eine Botschaft, die in der heutigen schnelllebigen Welt den Nerv der Zeit trifft.




















