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Kreis Unna. Mit 62.653 Stimmen ist der in Werne geborene Mario Löhr (SPD) Ende September zum neuen Landrat des Kreises Unna gewählt worden. Seit Montagnachmittag ist der bisherige Bürgermeister von Selm nun ganz offiziell in seinem neuen Amt angekommen.

Der Nachfolger von Michael Makiolla erlebte zunächst seinen ersten Tag im Kreishaus und ist dann in der konstituierenden Kreistagssitzung vereidigt und von der Altersvorsitzenden Ursula Schmidt offiziell ins Amt eingeführt worden. Erster Gratulant war Marco Morten Pufke (CDU), der als Mitbewerber in der Wahl um den Landrat angetreten war, und bei der Stichwahl 38.499 Stimmen erhalten hatte.

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Erster Arbeitstag in Unna

„Ich war sehr beeindruckt, wie offen ich hier in der Kreisverwaltung empfangen worden bin“, blickte Löhr auf seinen ersten Tag als Landrat zurück, bevor er unter anderem auf den Teil-Lockdown zu sprechen kam. „Wir wollen Menschenleben schützen. Auch mir macht es keinen großen Spaß, wenn man Abstand zu Menschen nehmen muss, die man lieb gewonnen hat, aber jetzt ist die Zeit, diese notwendigen Maßnahmen einzuhalten.“

Als Landrat steht Löhr ab sofort auch an der Spitze der Kreispolizeibehörde. „Das wichtigste Thema in der Krise ist für mich der Bevölkerungsschutz“, sagte er. Dazu gehören seiner Meinung auch Respekt und Wertschätzung. „Das, was sich unsere Polizeikräfte in der letzten Zeit bei Demos alles anhören mussten, das ist nicht das Bild, das ich habe. Wo Verfehlungen Einzelner sind, gehört es dazu, dass man denen konsequent nachgeht – aber hier eine gesamte Berufsgruppe in Frage zu stellen, ist nicht mein Anspruch.“

Martin Wiggermann und Willi Jasperneite gewählt

Zudem fand in der Stadthalle Unna die Wahl der stellvertretenden Landräte statt. Martin Wiggermann (SPD) wurde zum ersten Stellvertreter von Landrat Mario Löhr gewählt und somit in diesem Amt bestätigt. Der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende Willi Jasperneite aus Werne wurde zum zweiten Stellvertreter gewählt und tritt somit die Nachfolge von Elke Middendorf an.

Wie seine Vorgänger musste Löhr übrigens bei seiner Vereidigung die Eidesformel nach § 46 Landesbeamtengesetz NRW nachsprechen. Diese lautet: „Ich schwöre, dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

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