Protest per Autokorso – 270 Amazon-Mitarbeiter streiken

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Werne. Den „Black Friday“, die alljährlich größte Rabattschlacht des Online-Handels, machten rund 270 Beschäftigte von Amazon Werne zum Streiktag im Weihnachtsgeschäft und folgten damit dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Am Freitagnachmittag verliehen sie auf dem Parkplatz am Solebad ihrer Forderung nach gerechtem Tariflohn mit einem Großaufgebot von rund 200 Fahrzeugen ordentlich Nachdruck.

Mit der Arbeitsniederlegung wollen die Streikenden die Bezahlung der Amazon-Mitarbeiter nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels erkämpfen, machte Gewerkschaftssekretär Karsten Rupprecht am Mikrofon nachdrücklich klar. „Ich glaube, das wird nicht der letzte Arbeitskampf in diesem Jahr gewesen sein“, sendete er eine wenig weihnachtliche Botschaft in Richtung Amazon.

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Als zweiter Redner wandte sich Aziz Vonkralik, Sprecher der Werner Amazon-Vertrauensleute, an die Kolleginnen und Kollegen und kündigte umgehend eine Streikverlängerung bis Dienstag an. Denn ursprünglich sollte der Arbeitskampf am Samstag enden. Nach dem ohnehin arbeitsfreien Sonntag wird der Streik nun auch am Montag und Dienstag fortgesetzt.

Seine Solidarität mit den Werner Streikenden brachte Nils Böhlke von der Landesfachgruppenleitung Verdi zum Ausdruck und forderte in Richtung Amazon-Chef Jeff Bezos, dem mächtigsten und reichsten Mann der Welt, eine gerechte Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels und einen Tarifvertrag für gute Gesundheit.

Die Wahl der Protestform im Autokino-Format mit anschließendem Autokorso durch die Stadt war wiederum der Corona-Pandemie geschuldet und wurde unter konsequenter Einhaltung der Schutzmaßnahmen organisiert. So galt das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Veranstaltung. Die Streikenden blieben mit maximal zwei Personen in ihren Fahrzeugen und signalisierten ihre Zustimmung zwischendurch mit der Hupe.

Mit einem Autokorso ging es nach der Kundgebung auf dem Parkplatz Am Hagen durch die Stadt. Foto: Gaby Brüggemann
Mit einem Autokorso ging es nach der Kundgebung auf dem Parkplatz Am Hagen durch die Stadt. Foto: Gaby Brüggemann

Anschließend ging es begleitet von der Polizei über einen temporär abgesperrten Kurs vom Parkplatz Am Hagen, Kurt-Schumacher-Straße, Hansaring, Münsterstraße, Penningrode, Ovelgönne, Selmer Landstraße und Nordlippering (B 54) in Richtung Wahrbrink, wo die Versammlung auf einem Parkplatz endete.

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