Initiative macht gegen Pläne für neues Gewerbegebiet mobil

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Werne. Für die kommende Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (9. März) bereitet Stadtplaner Ralf Bülte die einleitenden Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans für ein neues Gewerbegebiet an der Nordlippestraße vor. Die Klimainitiative „Natürlich! Werne“ macht dagegen mobil.

Da alle größeren Gewerbeflächen inzwischen vermarktet sind, äußerte Carolin Brautlecht im Sommer 2020 gegenüber WERNEplus den Wunsch, dass neue Areale ausgewiesen werden. Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant im „Vorgezogenen Teilplan Regionale Kooperationsstandort“, nördlich der Nordlippestraße vom Kreisverkehr B54 in Richtung Autobahn sowie südlich der Plaß GmbH am Stiegenkamp Flächen zu realisieren. Insgesamt 60 Hektar seien rein planerisch für die Ansiedlung von Gewerbeunternehmen möglich, erläuterte Carolin Brautlecht damals. Mit den Eigentümern der Areale wurde bereits gesprochen. Die Politik müsse in der nächsten Ratsperiode den Willen zur Verwirklichung signalisieren und die Pläne durch die Gremien bringen. Damit wird also Anfang März in der Ausschuss-Sitzung begonnen.

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„Das Naherholungsgebiet im Grünen Winkel lädt schon seit Generationen Groß und Klein für verwunschene Spaziergänge und entspannte Fahrradtouren ein. Mit einem engen Netz an Fahrrad- und Wanderwegen ist das Gebiet rund um den Mischwald am Halloh ein beliebtes Ausflugsziel. Doch damit könnte es bald vorbei sein“, schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung. Und kritisiert, dass das geplante Gewerbegebiet fast so viel Raum einnehmen solle wie das zusammenhängende Waldgebiet in unmittelbarer Nachbarschaft.

Der Flächennutzungsplan mache klare Vorgaben für die Aufteilung und Größe der geplanten Gewerbeflächen. Dabei sollen der Industrie bevorzugt riesige Flächen mit der Größe von mindestens fünf Hektar angeboten werden, so die Klimainitiative weiter. „Würden die Pläne umgesetzt, hieße das auch eine Veränderung am Ortseingang der Stadt. Die bisher schöne Anfahrt durch das Münsterland in den historischen Stadtkern von Werne wird nicht mehr durch Wiesen und Felder führen. Statt erholsamer Natur und entspannter Weite wird man auf Industrieflächen schauen. Ein ernüchterndes Willkommen für Einheimische, Besucher und Touristen wäre die Folge“, heißt es weiter.

„Natürlich! Werne“ stellt abschließend fest, dass im Zusammenhang mit dem geplanten Gewerbegebiet noch viele Fragen offen seien. Die Antworten würden Auswirkungen auf die Zukunft der Bürger haben. Noch sei es nicht zu spät für einen konstruktiven Austausch.

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