Altes Ladenlokal, neue Nutzung – Leerstände rückläufig

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Werne. Die Zahl der Leerstände in der Werner Innenstadt hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 16 auf 10 verringert. Das berichtete der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Matthias Stiller, als er im Stadtentwicklungsausschuss (14. Juni 2022) über den Stand des Förderprogramms Innenstädte informierte.

Von den verbliebenen Leerständen hätten einige allerdings einen starken Renovierungsbedarf, sodass sie ad hoc gar nicht marktfähig seien, schilderte er.

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Aus dem Fördertopf hatte Werne Ende 2020 die Summe von 144.271 Euro erhalten. Die Finanzhilfe aus dem Förderprogramm soll dazu beitragen, Innenstädte zu beleben und potenziellen Geschäftsgründern beim Start zu unterstützen, beispielsweise mit finanzieller Unterstützung bei den Mietkosten. Das geht so: Die Stadt Werne mietet – mit Geld aus dem Förderprogramm – ein Ladenlokal an. Der Vermieter seinerseits gewährt einen Mietnachlass von 30 Prozent. Die verbleibenden 20 Prozent der Mietkosten zahlt der Existenzgründer. Der Vertrag gilt zunächst ein Jahr, kann aber um ein weiteres verlängert werden.

Drei Verträge habe man bereits umgesetzt, drei weitere seien in Planung, ergänzte Stiller. Interesse an dem Startangebot ist offenbar da. Man habe mit mehreren Bewerbern Gespräche geführt. Aus der Fördersumme seien auch noch Gelder übrig, hieß es.

Neben den Neuvermittlungen auf Basis des Förderprogramms hatten sich angesichts der bevorstehenden Rückzugs von Rewe Symalla aus dem Hornecenter wie berichtet bereits mehrere Untermieter von Ladenlokalen im Innern umorientiert und neue Läden in der Stadt angemietet.

In den vergangenen Jahren habe sich eine Verschiebung von Einzelhandels- hin zu Dienstleistungsangeboten abgezeichnet, sagte der Wirtschaftsförderer. Das schade nicht unbedingt der Frequenz, führe aber dazu, dass die Innenstadt nicht mehr so attraktiv wahrgenommen werde, ordnete er ein.

Für das aus dem Jahr 1932 stammende Gebäude an der Bonenstraße 11/Ecke Kirchhof (ehemals Pelster und Sporthaus) beginnt am kommenden Montag, 20 Juni, mit der Fassaden-Demontage und Fassadensanierung eine neue Zeitrechnung. Hier wird dem Vernehmen nach ein Ärztehaus angesiedelt sein. Unter der Außenhaut des markanten Geschäftshauses verbergen sich Bauelemente aus Beton, hatte Petra Göbel, zuständig für Denkmalschutz, über die spannende Freilegung des früheren Zustands im Ausschuss berichtet. „Das wird die Ecke aufwerten“, zeigte sie sich überzeugt.

Eine Nachfolge ist in der Bonenstraße 1 (ehemals Herren Kroes/ Schmersträter) in Sicht, erläuterte Matthias Stiller am Freitag, 17. Juni, auf Nachfrage. Das von einem Wasserschaden betroffene Gebäude hat ein Investor gekauft und plant nach Umbau und Renovierung die Vermarktung. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Spielhalle am Kirchhof 18 wurden bereits saniert und können vermarktet werden.

In der Steinstraße gibt es derzeit fünf Leerstände: Steinstraße 1 (Fleischerei Schlunz); Steinstraße 4 (ehemals Debitel neben Papa George), Steinstraße 27 (Deutsche Bank); Steinstraße 18 bis 20 (Tchibo).

Ansprechpartner Förderprogramm: Lars Werkmeister, Geschäftsführung Werne Marketing GmbH, Tel. 0 23 89/71-210 und Philipp Cramer, Tel. 0 23 89/ 71-612.

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