Samstag, Januar 17, 2026

Stadt Werne: Mehr Personal für mehr Aufgaben in der Verwaltung

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Werne. Erst Corona-Pandemie, jetzt Ukraine-Krieg – die Stadtverwaltung muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Und das gehe an die personelle Substanz, wie Dezernent Frank Gründken zuletzt im Haupt- und Finanzausschuss berichtete.

Konsequenz: Es steigen Bedarf und Kosten im Personalbereich, wie der Stellenplan 2022 und auch die zu erwartende zukünftige Entwicklung zeigt.

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Aber nicht nur Corona und die Flüchtlingsbewegung infolge des Krieges seien Probleme. Dazu gesellen sich noch die hohe Personalbewegung (Fluktuation) sowie der Fachkräftemangel bei sozialen und technischen Berufen in der Verwaltung. „Der Wissensverlust ist enorm, wenn Mitarbeitende uns verlassen“, so Frank Gründken. Und für die neu zu besetzenden Stellen erhalte man teilweise keine oder nur eine geringe Anzahl von Bewerbungen. „Oftmals sind diese qualitativ nicht gut, so dass wir selbst Abstand nehmen. Das ist sogar manchmal bei unbefristeten Stellen der Fall“, erläuterte der Dezernent weiter.

Zukünftig müssten in der Verwaltung mehr Stellen geschaffen werden, auch angesichts der neuen Herausforderungen im Klimaschutz, bei der Mobilität oder der Digitalisierung.

Im Vergleich zu 2020 und 2021 plant die Stadt Werne mit 17,55 Stellen mehr. Seit Anfang 2022 seien bereits 8,5 neue Stellen besetzt, hinzu kämen also noch neun weitere. Somit steigt die Zahl der Stellen auf 256,34 im Vergleich zu 2020 (231,44).

In vier Jahren kalkuliere man mit 315 Kräften, im Jahr 2031 nur noch mit 276, was dem demografischen Wandel geschuldet sei. „Wir reagieren darauf mit Wissenstransfer, der Visualisierung von Arbeitsprozessen, der Gewinnung von Nachwuchskräften, die Entwicklung eigener Führungskräfte und die Förderung von Frauen“, berichtete Frank Gründken.

Erwartet wird bei der Entwicklung der Personalkosten ein Anstieg von 18,6 Millionen Euro (2022) auf 20,9 Millionen Euro (2026).

In der Stadtratsitzung am Mittwoch (30. März, ab 17.30 Uhr) wird im Bereich des Personals u.a. über die Einrichtung einer Stelle für Öffentlichkeitsarbeit/Dialog sowie für Inklusion debattiert.

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