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Werne. „In Werne sind alle freien Gewerbeflächen seitens der Wirtschaftsförderung Werne vermarktet“, vermeldet der Leiter der Wirtschaftsförderung, Matthias Stiller.

„Derzeit befinden wir uns in den abschließenden Verhandlungen für die letzten vier freien Gewerbeflächen in Werne“, informierte er jetzt in einer Medienmitteilung. Damit habe die Wirtschaftsförderung keine freien Flächen mehr, die Gewerbebetrieben angeboten werden könnten. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaft hatte Stiller einen Überblick über den Stand der Dinge gegeben.

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Obwohl derzeit keine aktive Vermarktung von Flächen seitens der Verwaltung betrieben werde, gingen weiterhin Anfragen für Gewerbeflächen im Stadthaus ein, berichtete er. Allein bis Ende Mai seien bei der Wirtschaftsförderung zehn Anfragen eingegangen. Vier davon von Werner Unternehmen mit Wunschgrößen zwischen 5.000 und 40.000 Quadratmetern Fläche. „Leider können wir diese Anfragen derzeit nicht bedienen“, so Matthias Stiller. Man spreche daher intensiv mit den Unternehmen, um die Zeithorizonte der gewünschten Expansionen festzusetzen.

Glücklicherweise sei ihm aktuell kein akuter Standortwechsel von Unternehmen vor Ort bekannt, hieß es. Aber der Druck auf die Stadt wachse, denn derzeit könnten Unternehmen keine Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden. Dies liege an zwei Gründen: Erstens sei nach dem Bürgerentscheid zum Regionalen Kooperationsstandort keine klare Richtung einer gesellschaftlichen und politischen Entscheidung erkennbar, wie mit Flächenausweisungen für Gewerbe verfahren werden solle. Zweitens würden bei einer Neuausweisung von Gewerbeflächen der planerische Prozess und die Erschließung Jahre dauern, ordnete der Leiter der Wirtschaftsförderung ein.

Diese zwei Faktoren sind Unsicherheiten bei der Entwicklungsplanung von lokalen Unternehmen. „Was wir brauchen, ist eine neue Wirtschaftsentwicklungspolitik in dieser Stadt, um Klarheit für die Unternehmen zu schaffen“, so Stiller. Dieser Ansicht waren auch die Mitglieder des Ausschusses. Auf Beschluss des Gremiums solle er nun einen Vorschlag für das weitere Vorgehen erarbeiten.

„Mein Ziel ist es, einen Fahrplan vorzulegen, wie man transparent und gemeinschaftlich ein Konzept über die Möglichkeiten der Gewerbeentwicklung im Kontext zu einer zukunftsorientierten Klimaschutzpolitik erarbeiten kann“, beschreibt Stiller sein weiteres Vorgehen. Er wolle nicht ein Gesamtkonzept „im stillen Kämmerlein“ vorbereiten und dann präsentieren. „Das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Gewerbeentwicklung können wir nur lösen, wenn wir einen politischen und gesellschaftlichen Dialog durchlaufen“, so Stiller weiter.

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