Freitag, April 24, 2026

Becklohhof-Ausbau drängt – Zustand desolat

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Werne. Weil sich die Straße Becklohhof seit Jahren in einem ausnehmend schlechten Zustand befindet, hat die SPD-Fraktion jetzt mit einem Antrag deren zügigen Ausbau gefordert.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung hatte in seiner Juni-Sitzung das Thema auf der Tagesordnung. Wegen der Dringlichkeit, so die Argumentation der Sozialdemokraten, solle man mit dem Ausbau auch nicht auf das Straßenausbauprogramm warten, da dessen Fertigstellung noch nicht absehbar sei.

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Das Fehlen von Bürgersteigen und Radwegen falle besonders ins Gewicht, da nach Öffnung der Straße mehr Pkw-Verkehr entstanden sei. Ebenfalls zu berücksichtigen sei, dass sich hier neben der Wohnbebauung ein Kindergarten, eine Schule und ein Altenheim befänden. „Alle diese Einrichtungen unterliegen einem besonderen Schutzbedürfnis, welchem durch einen Ausbau der Straße Rechnung zu tragen ist“, begründete SPD-Fraktionschef Lars Hübchen in dem Antrag.

Nach dem Ende der Baumaßnahmen am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg und an der Klimasiedlung stehe einem Ausbau nichts mehr im Wege.

Die unterschiedlichen Interessen der betroffenen Bürger wie das Bringen und Abholen am Kindergarten, Parken an der Schule, Spazierengehen am Altenheim, Sportveranstaltungen in der Ballsporthalle und die Nutzungen der Anwohner sind komplex und müssen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung berücksichtigt und abgestimmt werden. Aber auch der Erhalt des Baumbestandes ist maßgeblich für den Ausbau“, heißt es in dem Antrag erläuternd.

An der Notwendigkeit, den Becklohhof auszubauen, zweifelte im Ausschuss niemand. Der Zustand der Straße sei katastrophal, bestätigte Klaus Schlüter (B´90/Die Grünen), riet aber dennoch dazu, das Straßenausbauprogramm inklusive der darin enthaltenen Priorisierung abzuwarten. Er könne in Werne viele Straßen in schlechtem Zustand nennen. Solle man denn zu jeder einen neuen Antrag stellen, fragte er. Gleichwohl betonte er: „Wir müssen Geld in den Bestand stecken.“

Ausschussvorsitzende Uta Leisentritt (CDU) warnte vor doppelten Arbeitsaufwand für die Verwaltung und schlug deshalb vor, den Antrag zu schieben. Ähnlich sah es Artur Reichert (FDP). Er wies zudem auf die seit längerem bestehende Forderung von ADFC und Initiative Rad hin, den Becklohhof als Fahrradstraße auszubauen.

Noch befinde sich das Ausbauprogramm in einer Rohfassung, berichtete der scheidende Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr, Adrian Kersting. Für die Entscheidung über den Ausbau müsse der Rat den Becklohhof aufnehmen. Voraussichtlich Ende 2023 sei das Konzept für den Straßenausbau fertig, dass sei dann eine solide Grundlage für die Sanierung, sagte er angesichts der Tatsache, dass finanzielle wie personelle Kapazitäten begrenzt und eine Priorisierung der Maßnahmen deshalb notwendig seien.

Vor diesem Hintergrund stimmte Siegfried Scholz für die SPD-Fraktion zu, den Antrag zunächst zu schieben und die Verwaltung mit einem Prüfauftrag zu betrauen.

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