MIT Kreis Unna fordert: Schausteller stärken, Kulturerbe erhalten

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Kreis Unna/Werne. Das Schaustellergewerbe leide noch immer massiv unter den Folgen der Corona-Pandemie. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hat deshalb ein Positionspapier zur Unterstützung der Branche initiiert, das in der vergangenen Woche auf Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag diskutiert wurde.

Die MIT-Vorsitzende Uta Leisentritt erklärt dazu in ihrer Pressemitteilung: „Volksfeste sind in unserer Region fest verwurzelt. Sie stärken die Gemeinschaft und sind auch eine wichtige Stütze der heimischen Wirtschaft und des Tourismus. Gerade wegen der Nachwirkungen der schwierigen Corona-Zeit benötigt diese Branche Unterstützung.“

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Und weiter rechnet sie vor: Deutschlandweit gibt es über 10.000 Volksfeste. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Rund 190 Millionen Besucher geben dort jährlich 4,75 Milliarden Euro aus. Knapp 32.000 Menschen sind bei den gut 5.300 Schaustellerunternehmen beschäftigt, meist kleine und mittelständische Familienunternehmen. Hinzu kommen rund 3.000 Weihnachtsmärkte, auf denen bei 160 Millionen Besuchern ca. 1,7 Milliarden Euro umgesetzt werden. 3.300 Wochenmärkte tragen zur Grundversorgung der Bevölkerung mit einem jährlichen Umsatz von ca. 5 Milliarden Euro bei. Hinzu kommen zahlreiche Jahr- und Spezialmärkte.

Der Antrag der Unionsfraktion sehe u. a. vor, die mit dem Härtefallfonds bereitgestellten und bisher wenig in Anspruch genommenen finanziellen Mittel leichter zugänglich zu machen, damit auch besonders von der Corona-Pandemie betroffene Schausteller, Marktkaufleute und Zirkusse stärker unterstützt würden.

Uta Leisentritt meint: „Volksfeste und Märkte machen einen wichtigen Teil unserer regionalen Kultur aus. Wir müssen dafür sorgen, dass sie auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben.“

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