Mittwoch, Januar 14, 2026

Noch kein Grundstück für „Anschlusswohnen“ in Werne

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Werne. Im vergangenen Jahr stellte Britta Buschfeld vom Frauenforum im Kreis Unna e.V. das „Anschlusswohnen“ im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) vor. Mit einem Antrag wollte die CDU-Fraktion Unterstützung für das Projekt Werne auf einem von der Stadt erworbenen Grundstück an der Ovelgönne erwirken.

Das „Anschlusswohnen“ zielt darauf ab, nach einem Aufenthalt im Frauenhaus langfristig die Lebens- und Wohnsituation zu stabilisieren und Hilfestellungen zu bieten. Die CDU sieht das Projekt auch als „gute Ergänzung bestehender Angebote“.

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Im HFA bezog Ausschussvorsitzender und Bürgermeister Lothar Christ Stellung Stellung und bezeichnete den Antrag der CDU als „ehrenwert“, da Britta Buschfeld alle beeindruckt hätte. Zum anvisierten Grundstück direkt an den Bahngleisen meinte er: „Die Fläche konnten wir für 123.000 Euro erwerben, obwohl sie einen Verkehrswert von 400.000 Euro hat. Bedingung ist aber, dort zwölf geförderte Wohneinheiten zu schaffen. Bislang hatten wir bei der Investorensuche noch keinen Erfolg.“ Wenn man dort das sogenannte Anschlusswohnen realisieren wolle, müsste man die Hälfte der 4.000 Quadratmeter in Betracht ziehen, wodurch die Umsetzung der zwölf geförderten Wohnheiten nicht einfacher werden würde.

Fazit des Bürgermeisters: „Wir stehen Ihrem Ansinnen wohlwollend gegenüber, doch an der Ovelgönne lässt sich das Projekt nur schwer umsetzen. Im Sinne des Antrags werden wir nach einem Standort suchen, um dem ‚Anschlusswohnen‘ in Werne eine Chance zu geben.“

Markus Rusche (CDU) bat die Verwaltung darum, Gespräche mit dem Projektträger des Frauenforums aufzunehmen, um ein anderes adäquates Grundstück für das bereits vollfinanzierte Vorhaben in Werne zu finden. Benedikt Striepens (Bündnis 90/Die Grünen) signalisierte Unterstützung: „Wir stimmen ja nicht jedem CDU-Antrag zu. Aber dieser ist gut.“

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