Ausschuss-Mehrheit für Bebauungsplan Bellingholz-Süd – Rat entscheidet

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Werne. Der Bebauungsplan „12 E Bellingholz-Süd“ für das neue Wohnquartier im Werner Südwesten ist auf dem Weg. In seiner September-Sitzung hat der Planungsausschuss diesem mehrheitlich zugestimmt und dem Rat zum Beschluss empfohlen.

Wie berichtet sollen in dem Neubaugebiet rund 180 geplante Wohneinheiten entstehen. Das Quartier schließt sich nördlich der Lünener Straße an die bestehende Bebauung Bellingholz-Nord und Ost an Vinckestraße und Robert-Koch-Straße an und soll von der Lünener Straße aus erschlossen werden.

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Der verkehrliche Anschluss an die bestehenden Wohnquartiere erfolgt ausschließlich als Fuß- und Radverkehr. Geplant ist eine Mischung aus Geschosswohnungsbau, Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, um den vielfältigen Wohnungsbedarfen in Werne Rechnung zu tragen. Dabei werden etwa 30 Prozent der Wohneinheiten öffentlich gefördert sein.

Bevor der Rat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2024 abschließend entscheiden wird, lösten die Festsetzungen des Bebauungsplans zur farblichen Fassadengestaltung in dem Wohngebiet in der Runde allerdings noch einmal eine Diskussion aus. Benedikt Lange und Artur Reichert von der FDP hielten die Vorgabe, dafür weiße und helle Farben zu wählen, für zu eng gehalten und beantragten eine größere Farbauswahl.

Ferdinand Schulze Froning (CDU) monierte zudem, dass sich die Farbkennzeichnungen in den Festsetzungen zudem auf die Nummern der RAL-Farbpalette (Farbabstimungssystem für Anstriche) beschränkten. In der CDU sah man folglich ebenfalls Beratungsbedarf. Markus Rusche forderte für seine Fraktion deshalb, die Entscheidung in den Rat zu verschieben.

Forderung nach Änderungen auf den letzten Drücker verpufft

Klaus Schlüter (Grüne) protestierte. Die Festsetzung, helle Farben für die Fassaden anzuwenden, habe man bewusst gewählt, um bei künftig zu erwartenden heißen Sommern in dem Baugebiet eine zusätzliche Aufheizung von Gebäuden durch dunkle Farben zu vermeiden, berief sich der Grünen-Ratsherr die Empfehlungen der eingeholten Gutachten. Änderungen an Festsetzungen werden abgelehnt

Die Forderung von Rusche, die Beratung der Festsetzungen im Rat erneut aufzumachen, lehnte Dezernent Ralf Bülte klar ab. Wolle man Festsetzungen im Bebauungsplan jetzt noch einmal ändern, müsse der B-Plan erneut in die Offenlage, hieß es seitens der Verwaltung zu den Verfahrensregeln. „Wir sind am Ende des Verfahrens, die Leute wollen bauen“, erinnerte Bülte daran, dass die Planungen bereits vor drei Jahren begonnen hatten.

Die FDP zog daraufhin ihren Antrag zurück. Auch Forderung der Liberalen, die Festsetzungen zur Installation von Solaranlagen und zu Dachbegrünungen, für die man den Bauherren aus Kostengründen die Möglichkeit einer späteren Umsetzung einräumen wollte, fiel dem Argument der Verfahrensverzögerung zum Opfer. Auf Nachfrage hatte Petra Göbel für die Bauverwaltung zudem erläutert, dass ein nachträglicher Einbau von Solaranlagen oder Dachbegrünungen andere Anforderungen an die Statik mit sich bringen würde.

Lange und Reichert stimmten schließlich wie Schulze-Froning gegen die Beschlussempfehlung.

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