Sonntag, März 22, 2026

50 Jahre Kreis Unna: Festakt auf Schloss Cappenberg

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Kreis Unna. Einen passenderen Ort als den Alterssitz vom Freiherrn vom Stein hätte es für den Festakt am Montag, 16. Juni, zum 50. Jubiläum des Kreises Unna nicht geben können. Unter anderem an sein Wirken erinnerte Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert, der extra aus Berlin zum Gratulieren angereist war.

„Vor Ort in den Kommunen werden die Entscheidungen getroffen, Landräte und Bürgermeister werden direkt gewählt, die Kommunen und Kreise sind nah am Menschen“, so Lammert. „Möglich gemacht hat das auch Freiherr vom Stein, der hier auf Schloss Cappenberg seinen Altersitz wählte.“ Neben den besten Glückwünschen zum 50-jährigen Bestehen mahnte er aber auch, sich weiter für die Demokratie einzusetzen: „Wie fragil Demokratien sind, sehen wir gerade an vielen Orten der Welt. Deshalb ist es wichtig zu wissen: Der Streit gehört zur Demokratie. Eine demokratische Entscheidung bedeutet nicht automatisch, dass es eine richtige Entscheidung ist. Es ist aber eine gültige.“

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Stetig im Wandel

Es kamen Gäste aus der Bundespolitik, Landespolitik und Kommunalpolitik, die die Festrede von Norbert Lammert hörten. Erfreulicher Höhepunkt war, dass an diesem Abend drei Kreis Unna-Landräte aufeinandertrafen: Gerd Achenbach (Landrat von 1999 bis 2004), Michael Makiolla (Landrat von 2004 bis 2020) und Mario Löhr (Landrat seit 2020). Aber auch Gäste aus der Wirtschaft, Verwaltung und vielen weiteren Organisationen kamen, um zu Feiern. Dabei spielte das Motto des 50. Jubiläums „Stetig im Wandel“ in den Reden von Lammert und auch von Kreisdirektor Philipp Reckermann eine Rolle, der herausstellte, dass der Kreis durchaus selbstbewusst auf das Erreichte blicken könne.

Wie der Wandel konkret aussieht, wird auf Schloss Cappenberg sichtbar: Was damals noch der Alterssitz des preußischen Beamten Stein war, ist heute ein Veranstaltungsort, Weinstube und nicht zuletzt ein Museum. Darauf wies Sebastian Graf von Kanitz hin, der in seiner Rede auf die Geschichte von Schloss Cappenberg einging. Auch er schloss mit den besten Glückwünschen zum 50-jährigen Bestehen.

Die Talkrunde mit (v.l.) Ex-Landrat Michael Makiolla, Marion Freitag, Mario Löhr und Moderator Thorsten Wagner.

Ein Kunstwerk als Geschenk

Lammert und Kanitz bekamen von Mario Löhr jeweils ein Bild geschenkt: Es zeigt den Rettungshubschrauber am Kamener Kreuz inmitten weiterer Motive aus allen zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna. „Der Hubschrauber ist ein Symbol für Heimat, Sicherheit und auch für den Wandel“, so Landrat Mario Löhr. „Das Bild ist ein Stück Kreis Unna, das Sie mit nach Hause nehmen können – in Erinnerung an diesen Abend.“

Ebenso unterhaltsam wie die Rede von Lammert war die von Antenne Unna-Chefredakteur Thorsten Wagner moderierte Talkrunde: Landrat a.D. Michael Makiolla, Stabstellenleiterin Kultur und Tourismus, Marion Freitag, und Landrat Mario Löhr plauderten über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Kreises – und alle waren sich am Ende einig: „Der Kreis Unna ist die Mitte einer Region, nicht der Rand. Hier wollen wir nicht weg.“

Feierlichen Charakter verlieh dem Abend das QuartVest, ein Streicherquartett der Neuen Philharmonie Westfalen, das unter anderem Stücke von Mozart, Haydn und Vivaldi spielte. Zum Ausklang spielt eine Jazzband um Uli Baer und läutete einen geselligen Sommerabend im Hof des Schlosses ein. PK | PKU

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