Sonntag, März 15, 2026

„Auf das Herz gehört“: Auch Thorsten Schröer will Bürgermeister werden

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Werne. Die Frist zur Abgabe der erforderlichen Unterlagen samt 220 Unterstützer-Unterschriften, um bei den anstehenden Kommunalwahlen (14. September 2025) für das Bürgermeisteramt kandidieren zu können, rückt immer näher. Nun wirft auch Thorsten Schröer, ehemaliger Schulleiter am Gymnasium St. Christophorus, seinen Hut in den Ring.

Bereits am Montagabend (30.06.2025) lag WERNEplus ein Schreiben vor, dass der 52-Jährige an Freunde und Bekannte verschickt hatte. Darin heißt es: „Hallo zusammen! Ich wende mich auf diesem Wege mit einem politischen Anliegen an euch. Lange habe ich gezögert, oft habe ich in der letzten Zeit darüber gesprochen, jetzt traue ich mich doch noch. Sehr gerne würde ich mich für die anstehende Kommunalwahl als freier Kandidat für das Bürgermeisteramt aufstellen lassen.“

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In seiner Nachricht weist der ehemalige Schulleiter, der mit seiner Familie in Stockum lebt, auf die gebotene Eile hin. Denn damit der Wahlausschuss in der kommenden Woche (9. Juli) seine Zustimmung geben könne, brauche er bis spätestens Freitag (4. Juli) 220 Unterschriften von wahlberechtigten Bürger der Stadt.

Thorsten Schröer bittet um Abgabe der unterschriebenen Vorlage an seiner Wohnanschrift bzw. würde die Unterlagen auch abholen. Selbstverständlich dürfe das Anschreiben gerne an Bekannte weitergegeben werden, die seinen Wunsch unterstützen.

„Im Vergleich zu anderen Kommunen hat Werne in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Ich habe die Vision, hier gemeinsam mit allen etwas auf die Beine zu stellen“, sagt der mögliche parteilose Bürgermeisterkandidat im Gespräch mit WERNEplus.

Ein Wahlprogramm habe er noch nicht ausgearbeitet, große Unterschiede bei den bisher feststehenden Bewerbern nicht festgestellt. „Ich werde mich im Urlaub sammeln und mir Gedanken machen“, kündigt er an. Ihm sei wichtig zu betonen, dass die Kandidatur „keine Flucht“ vor seinem aktuellen Arbeitsgeber sei. „Im Gegenteil: Ich bin dort gut angekommen, habe jetzt aber einfach auf mein Herz gehört“, so Thorsten Schröer, der über intensive Gespräche im Familienrat berichtet. Nach einer „schlaflosen Nacht“ sei er nun entschlossen.

Nach WERNEplus-Informationen war der Pädagoge, der zum 1. August 2024 in die Schulaufsicht (Qualitätsanalyse) des Bistums Münster gewechselt war, auch im engeren Kandidatenkreis der CDU, die sich letztlich für Dr. Thomas Neubourg entschieden hatte. Der ehemalige Unternehmer zog dann im Mai seine Bewerbung zurück. Zweite Wahl wollte Schröer dann wohl nicht mehr sein.

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