Defizit im Jugendamt weiter gestiegen – Wernutopia-Anmeldungen in Kürze

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Werne. Kommentarlos nahm der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag (19. Februar 2025) den Controllingbericht des Jugendamts zur Kenntnis. Die Tabelle der Aufwendungen für das Kalenderjahr 2024 listete eine rote Zahl nach der anderen auf.

Die Verwaltung rechnet damit, dass das Budget mit einem Betrag von mehr als 1.905.000 Euro überschritten wird. Damit hat sich das Defizit gegenüber der Sitzung im September 2024 weiter erhöht, und zwar um etwa 700.000 Euro. „Die Zahl ist natürlich eine Hausnummer, aber wir können sie nachvollziehbar erklären“, sagte Jugendamtsleiter Maik Rolefs.

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Hauptgrund seien die gestiegenen Fallzahlen für verschiedene Hilfeleistungen. „Für das Kalenderjahr 2024 tragen fast alle Buchungsstellen zu einem Mehraufwand bei“, heißt es im Bericht der Verwaltung. Bei den Pflegekindern würden zum Beispiel gestiegene Entgelte und Pflegesätze für höhere Kosten sorgen.

Stark gestiegene Fallzahlen schlagen im Bereich der Ambulanten Hilfe, der Versorgung in Notsituationen, bei der Förderung der Erziehung in der Familie, der Ambulanten Eingliederungshilfe und dem Aufwand für Heimkinder zu Buche. So stiegen beispielsweise die Hilfezahlen bei der Förderung der Erziehung in der Familie seit dem 1. Januar 2024 zum Jahresende von elf auf 18. Wachsende Personal- und Sachkosten erhöhen die Kosten zusätzlich.

Ob sich darstellen lasse, wie sich die Situation in Werne im kreisweiten Vergleich ausnehme, fragte Carolin Siegeroth von der FDP-Fraktion. Ein solcher Vergleich sei „nicht ganz ohne“, antwortete Rolefs. So hätten Kommunen unterschiedliche Hilfsangebote in ihrem Haushalt, die sich nicht eins zu eins vergleichen ließen. Der Jugendamtsleiter verwies auf Richtwerte der Gemeindeprüfungsanstalt NRW für die Bereiche „Hilfe zur Erziehung“ und „Tagesbetreuung“. Das könne ein Ansatz für eine Aufstellung sein. Er sagte zu, diese in Angriff zu nehmen, wenn auch nicht zur nächsten Sitzung.

Stillfreundlicher Bereich im Familiennetz

Zügig umgesetzt hatte die Verwaltung einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus der Sitzung vom 28. Oktober 2024: Werne solle eine stillfreundliche Kommune werden. Dem damals gefassten Beschluss entsprechend wurde inzwischen ein geschützter Bereich für stillende Mütter in den Räumen des Familiennetzes eingerichtet. Mit der Hebammerei Werne sei zudem abgesprochen worden, einen Antrag „Werne als stillfreundliche Kommune“ zu stellen. Die Städte selbst sind dazu nicht berechtigt.

Anmeldung zu Wernutopia ab 10. März

Interessant für alle Eltern war eine Mitteilung unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“: Die Website zur Anmeldung für das diesjährige Sommerferienprogramm „Wernutopia“ wird am 10. März 2025 ab 8 Uhr freigeschaltet. Die Ferienstadt öffnet ihre Tore wie jedes Jahr von der vierten bis sechsten Sommerferienwoche in den Jugendzentren JuWeL und Paradise (Stockum). In den ersten drei Wochen findet zudem eine Gemeinschaftsaktion der drei Offenen Ganztagsschulen am Anne-Frank-Gymnasium statt.

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