Straßenkataster und Priorisierungsliste – Datenerfassung in Arbeit

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Werne. Mit Befahrungen der Werner Straßen inklusive der Nebenanlagen und Mehrzweckstreifen wird derzeit in kleinteiligen Abschnitten deren Zustand erfasst. Die gewonnenen Daten werden in das Geoinformationssystem (GIS) zur Erfassung räumlicher Daten eingepflegt.

Bis zur Jahresmitte solle dies abgeschlossen sein, schilderte Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne, in dieser Woche im Stadtentwicklungsausschuss. Am Ende soll ein umfassendes Straßenkataster stehen, auf dessen Grundlage eine Priorisierungsliste erstellt wird, nach der dann die dringlichsten Fälle abgearbeitet werden können.

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Die Forderung nach Straßenkataster und Priorisierungsliste aus der Politik ist bekanntlich nicht neu, denn eine Reihe von Straßen warten in schlechtem bis maroden Zustand auf ihre Sanierung. Die Geduld der Ausschussmitglieder ist derweil strapaziert, wie in der Runde deutlich wurde.

„Je mehr wir den Bestand verfallen lassen, je teurer wird es“, warf Klaus Schlüter (Bündnis ´90/ Die Grünen ein). Dr. Thomas Gremme (UWW) hakte nach, ob denn auch Radwege mit begutachtet würden? Wenn sie zur Straße gehörten ja, so Gehrke. Wenn sie aber unabhängig von der Straße getrennt verliefen, dann nein, sagte er.

Straßenzustand, Verkehrsaufkommen, besondere Anlieger und Finanzierbarkeit

Der Straßenzustand sei allerdings nicht das einzige Dringlichkeitskriterium, erläuterte der KBW-Leiter und nannte weitere Punkte, die maßgeblich sind. So müsse die Stadt Werne in ihrer Rolle als Straßenbaulastträger dann priorisieren, wenn eine gesetzliche Verpflichtung zur Umgestaltung bestehe oder aus dem gegenwärtigen Straßenzustand eine Haftungspflicht erwachsen könnte.

Ferner spiele das Verkehrsaufkommen und Nutzungsintensität einer Straßen- und Wegeverbindung eine Rolle. Das Verkehrsaufkommen wird nach Zahl der Fahrzeuge in einer Zeiteinheit beschrieben und lässt sich weiter nach Fahrtrichtung, Spur und Uhrzeit aufschlüsseln.

Ein weiteres Einzelkriterium sind zum Beispiel bedeutsame Anlieger wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Auch Bildungsstätten und Kindergärten könne eine besondere Berücksichtigung eingeräumt werden.

Schlussendlich müsse die Finanzierbarkeit von Unterhaltung Straßenausbau bei der Priorisierung berücksichtigt werden, hieß es. Erst aus der Summe der Kriterien und deren Gewichtung ergebe sich eine Prioritätenliste anhand derer die strategische Planung festgelegt werden könne, heißt es in der Sitzungsvorlage.

„Der Stand der Bearbeitung und die aktuelle Geschwindigkeit der Bearbeitung bleiben hinter der ursprünglichen Planung zurück“, räumte der KBW-Leiter ein und nannte die hohe Arbeitsdichte im Bereich Straßen und Verkehr des Kommunalbetriebs als Ursache.

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