„6.000 Stimmen, null Antworten“: BIN fordert Transparenz

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Werne. Trotz strahlend-sonnigem Frühlingswetter hatten sich 25 Mitglieder der Bürgerinitiative Industriegebiet Nordlippestraße e.V. (BIN) zur Mitgliederversammlung (24. April 2026) eingefunden, berichtet BIN-Vorsitzender Karsten Wette jetzt in einer Medienmitteilung.

„Die Atmosphäre war energiegeladen, die Stimmung engagiert mit einem nach vorn gerichtetem Blick“, blickt er darin auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

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Rückblick: Aktives Jahr, aktiver Verein

Demnach sei neben der Horne-Exkursion mit dem Botaniker Dr. Götz Loos im Juni 2025 und einem Informationsstand beim Bauern- und Handwerkermarkt (künftig Herbstmarkt) im September auch die Baumpflanzaktion an der Marga-Spiegel-Schule im November ein sichtbares Zeichen bürgerschaftlichen Engagements für eine grünere Stadt gewesen. Eine Esskastanie, gestiftet von der BIN, wachse dort seither als kleines Symbol für das, wofür der Verein stehe.

Daneben hielt der Vorstand die Mitglieder mit regelmäßigen Infomails auf dem Laufenden und wandte sich mit einem Schreiben und einer Ratsanfrage zu Transparenz und Risikomanagement bei der Gewerbeflächenpolitik direkt an Verwaltung und Stadtrat.

Kritik: Antworten verweigert

Breiten Raum habe in der Versammlung die Diskussion über den künftigen Umgang mit der Stadt Werne eingenommen, heißt es weiter. Hintergrund: Die Stadt sei zuletzt nur knapp an einer Haushaltssperre vorbeigekommen. Statt die Ursachen offen aufzuarbeiten, werde in Teilen der Lokalpolitik der BIN die Mitschuld an der angespannten Finanzlage gegeben, und das mit Verweis auf den erfolgreichen Bürgerentscheid von 2021, bei dem sich mehr als 6.000 Werner/innen gegen ein geplantes Gewerbegebiet an der Nordlippestraße ausgesprochen hatten.

„Das ist die demokratische Stimme sehr vieler Werner/innen. Wir haben die Bürgerbeteiligung lediglich organisiert,“, so die 2.Vorsitzende der BIN, Dr. Gabriele Angenendt.

Widerspruch: BIN weist Schuldzuweisung entschieden zurück

Zahlen und Fakten, die die Behauptung der Mitschuld belegen oder widerlegen könnten, wurden nicht genannt. Für den Verein ist das kein Einzelproblem, sondern symptomatisch: „Wenn jemand Transparenz verweigert, kann er keine glaubwürdige Debatte über Stadtfinanzen führen“, so Wettes Resumé. In Leserbriefen und Pressemitteilungen des vergangenen Jahres habe die BIN diese Argumentation bereits öffentlich gemacht, wie immer sachlich, mit Zahlen, und mit wachsender Resonanz in der lokalen Öffentlichkeit

Kommunikation Pressearbeit soll intensiviert werden

Die Mitglieder sprachen sich demnach dafür aus, die Kommunikation nach außen weiter zu stärken. Regelmäßige Pressemitteilungen und Interviews sowie Posts auf den gängigen Social-Media-Kanälen sollen so die Position der BIN in der öffentlichen Diskussion sichtbar und die Bürger/innen informiert halten, denn die Debatten um Gewerbeflächenpolitik, Haushaltswirtschaft und Bürgerbeteiligung seien in Werne noch längst nicht vorbei.

Ausblick: Bewährtes Programm für 2026

Für das laufende Jahr hat sich die BIN laut Wette ein aktives Programm vorgenommen: Kräuterwanderung im Mai, Auftritte beim Blumen- und Spargelmarkt (Maimarkt) sowie beim Bauern- und Handwerkermarkt (Herbstmarkt) im September, zwei Horne-Exkursionen, die jeweils durch die Sparkasse gefördert werden- sowie ein Blühstreifen an der Marga-Spiegel-Schule, der von August bis September geplant ist. Flyer, Blühstreifensamen und eine Liste von Flächen, die sich für Entsiegelung eignen, sollen die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.

„Die BIN bleibt, was sie seit ihrer Gründung ist: eine unbequeme, aber sachliche Stimme für Demokratie und Bürgerbeteiligung, ökologische Vernunft und politische Transparenz in Werne“, skizziert Karsten Wette die Zielsetzung.

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