CDU-Antrag erfolgreich: Wertstoffhof soll jeden Samstag öffnen

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Werne. Die CDU-Fraktion hat mit ihrem Antrag für erweiterte Wertstoffhof-Öffnungszeiten Anklang im zuständigen Ausschuss gefunden. Die FDP hatte mehr Digitalisierung gefordert, kam mit diesem Wunsch aber nicht durch. Ihren Antrag zur Prüfung einer externen Vergabe der Grünpflege im Stadtgebiet zog die UWW nach Diskussion zurück.

Schon seit einiger Zeit läuft im Kommunalbetrieb Werne (KBW) die Suche nach einem externen Anbieter für den Wertstoffhof, der dann auch ausgelagert werden soll. „Wir sind uns dieses Themas schmerzlich bewusst und wollen bei der Abgabe voran kommen“, bemerkete KBW-Chef Dr. Tobias Gehrke gleich zu Beginn der Betriebsausschusssitzung am vergangenen Dienstag (23.06.2026).

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An innovative Lösungen für den Wertstoffhof dachten die Liberalen, plädierten für digitale Kundenkarten, App-Lösungen oder Zeitfensterbuchungen. Dieses Ansinnen fand aber durchweg keine Zustimmung angesichts der geplanten Abgabe. „Wir sollten jetzt keine strukturellen Änderungen mehr vornehmen sowie Energie und Geld in das Projekt stecken“, meinte Philipp Gärtner von der CDU. Diese Forderungen müsse man dem neuen Anbieter aufbürden, forderte Maximilian Falkenberg (Grüne). „Der Prüfantrag läuft ins Leere, weil wir den Wertstoffhof abgeben“, fasste Dörte Hübchen-Oesterschulze für die Sozialdemokraten zusammen und erntete damit breite Zustimmung.

Artur Reichert vom Antragssteller zeigte sich am Ende doch zufrieden, weil Dr. Tobias Gehrke Zahlen präsentierte und damit der Prüfauftrag quasi erfüllt worden sei. „Genau das, was wir wollten“, so der FDP-Ratsherr. Der KBW-Leiter zog als Beispiel den Wertstoffhof in Selm heran und bezifferte mögliche Kosten für digitale Zugangslösung, Zaunanlagen, Kamera-Überwachung (um Fehlwürfe zu vermeiden) auf rund 150.000 Euro.

Den CDU-Antrag für bürgerfreundlichere Öffnungszeiten des Wertstoffhofes fand nicht nur UWW-Vertreter Sven Laube „pragmatischer“, einstimmiges Nicken kam schließlich von allen Fraktionsbänken. „Es herrscht breiter Konsens in der Bevölkerung, dass die Zeiten aktuell nicht ausreichend gedeckt sind“, begründete Martin Cyperski für die Christdemokraten kurz den Antrag.

KBW-Leiter Dr. Tobias Gehrke präsentierte sich erneut gut vorbereitet und bot an, den Wertstoffhof jeden Samstag bis 12.30 Uhr statt nur alle zwei Wochen zu öffnen. Welche Zeiten stärken wir? Und wie bekommen wir es hin, das kostenneutral umzuseten? Diese Kriterien legte er dabei zugrunde. Auch der gesamte Montag sowie am Mittwoch vormittags, eventuell nachmittags seien denkbar.

Grünpflege bleibt Aufgabe des Bauhofs – UWW zieht Antrag zurück

Die UWW wollte den Kommunalbetrieb beauftragen, die Kosten für die Grünpflege im Stadtgebiet bei externer Vergabe prüfen zu lassen und mit den Kosten des Bauhofs gegenüber zu stellen. Die Unabhängigen erhoffen sich dadurch eine Kostenersparnis, doch weder der KBW-Chef noch die anderen Fraktionen gingen da mit.

„Wir müssen die Kernaufgaben wie etwa die Grünpflege schärfen, nicht auslagern. Die Abgabe würde tendenziell teurer werden“, so Gehrke. Auch Dörte Hübchen-Oesterschulze sah kein Einsparpotenzial, David Storksberger (Die Linke) warnte vor Lohndumping durch ein externes Unternehmen. Siegfried Scholz (SPD) appellierte, „den großen Wurf beim Bauhof zu machen, statt kleinteilige Veränderungen anzugehen“. Auch Artur Reichert (FDP) bemerkte: „Kosten lassen sich nur durch Personalabbau sparen. Und das will doch keiner.“

Sven Laube (UWW) zog den Antrag schließlich zurück, stellte aber klar: „Unser Anliegen war, nicht Stellen abzubauen, sondern den Bauhof effizienter zu machen.“

Am Ende gab es noch ein Lob von Markus Rusche (CDU) für die „grüne Truppe“ des Bauhofes. „Die Damen und Herren machen einen guten Job. Das funktioniert, wenn auch die technische Ausstattung ausbaufähig ist.“

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