Werrne. Für die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt ist der 1. Mai mehr als nur ein freier Tag im Kalender. „Es ist der Tag, an dem wir gemeinsam für unsere Interessen laut werden“, sagte der Bundestagsabgeordnete Michael Thews bei der traditionellen Maifeier des AWO-Ortsvereins Werne.
Er erinnerte an die „kämpferischen Ursprünge“ des Feiertags: Ende des 19. Jahrhunderts entstand er als Gedenktag für die Opfer des Haymarket-Massakers in Chicago, bei dem streikende Arbeiter erschossen wurden. Aktuell stehe der Maifeiertag unter den Vorzeichen der Wirtschaftskrise. Den Ölkonzernen auf die Finger schauen, mit notwendigen Einsparungen bei den Krankenkassen nicht die Einzahlenden belasten, ein die Einführung eines Staatsfonds als Option für die Altersvorsorge – Themen wie diese stehen laut Thews derzeit auf der Agenda einer sozialen Politik.
Mit Blick auf die AfD wies der Bundestagsabgeordnete darauf hin, dass deren Stimmungsmache im Ausland so wahrgenommen werde, dass Fachkräfte sich überlegen, nach Deutschland zu gehen. „Dabei haben wir hier im Ruhrgebiet eine andere Tradition: Im Bergbau hat man Seite an Seite gearbeitet, unabhängig von der Herkunft.“ Das unterstrich auch Siegfried Scholz, Vorsitzender der AWO in Werne: „Gerade als AWO stehen wir für Zusammenarbeit.“
An der Maifeier mit anschließendem Imbiss nahmen die stellvertretende Bürgermeisterin Marita Funhoff sowie Vertreter des SPD-Ortsvereins, der SPD-Fraktion und des DRK teil.






















