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Werne. Nachdem die Fahrbahnmarkierungen auf der Mühlenstraße nebst dazugehörigem Radweg aufgebracht und am Horster Kreisel an der Ausfahrt in Richtung Stockum die Umleitungsschilder und Absperrungen zusammengerückt sind, steht die Freigabe nun unmittelbar bevor.

„Die Strecke ist nahezu fertig“, bestätigte Tiefbauamtsleiter Adrian Kersting am Mittwoch, 3. Mai 2023, im Bezirksausschuss. „Das hat elend lange gedauert“, blickte die Politik im Dorfgemeinschaftshaus in Horst auf die eineinhalbjährige Bauzeit an der Kreisstraße zurück, die Anlieger und Verkehrsteilnehmer reichlich Zeit und Nerven gekostet hat.

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Zuletzt Anfang März hatte WERNEplus über einen neuerlichen Verzug der Arbeiten berichtet. „Die Personalstärke da draußen ist nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Allerdings haben wir da als Auftraggeber auch keinen direkten Zugriff“, hatte Bauleiter Sebastian Schriever vom Kreis Unna begründet. Nach einem witterungsbedingten Stopp der Bauarbeiten im Dezember ließ auch in den Monaten danach die Nässe (Absacken des Bodens) einen Fortgang der Arbeiten nicht zu.

„Wir haben den Ärger der Bürger abgekriegt“, bilanzierte Christoph Mürmann (CDU) und bemängelte die Kommunikation im Umgang mit den Bürgern. „Man sollte es sagen, wenn man die Arbeit einstellt“, kritisierte er.

Freie Fahrt auf der Mühlenstraße. Die Bauarbeiten stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Foto: Gaby Brüggemann
Die Fahrbahnmarkierungen sind fertig. Foto: Gaby Brüggemann

Einen weiteren Aufreger dürfte die Tatsache bescheren, dass die unter dem Radweg verlegte Gasleitung von Versorger Westenergie wenige Meter vor dem Kreisel endet. Die mit dem Straßenbau an der Mühlenstraße beauftragte Tiefbaufirma habe einen sieben mal höheren Preis aufgerufen, als die Firma Nüssing, die für Westenergie tätig ist. Deshalb will der Gasversorger nun abwarten, bis klar ist, wie viele Horster sich für einen Anschluss ans Gasnetz entscheiden.

Letztlich müsse man dann aber eine fertige Straße für ein paar Meter wieder aufreißen, hieß es im Ausschuss und wurde mit allgemeinem Kopfschütteln quittiert.

Am Freitag (05.05.2023) gab die Kreis-Pressestelle eine Medienmitteilung heraus. „Die Restarbeiten sind erledigt, jetzt folgt die Abnahme und Freigabe“, so Jürgen Busch, Sachgebietsleiter in der Kreisverwaltung. Dann können Radfahrer zwischen Werne Stockum und Werne Horst sicher auf einem Radweg abseits der Straße die rund drei Kilometer lange Strecke entlangfahren.

Gekostet habe die gesamte Maßnahme rund zwei Millionen Euro, das Land NRW fördert den Radwegebau mit 1,4 Millionen Euro.

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