Elternbeirat sorgt sich um Zukunft der Kita St. Sophia in Stockum

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Stockum. Wie geht es weiter mit der Kita St. Sophia? Das fragen sich die Mitglieder des Elternbeirats der katholischen Kindertagesstätte, die sich nun an die Öffentlichkeit wenden.

Seit langer Zeit ist das ursprüngliche Kita-Gebäude wegen eines Wasserschadens und Schimmelbefalls nicht nutzbar. Im April 2021 wurde deshalb das Provisorium „Rote Villa” an der Graf-von-Westerholt-Straße eröffnet.

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Nun soll am eigentlichen Standort an der Kirchstraße ein neues, zweigeschossiges Gebäude für vier Gruppen entstehen. Im September 2022 wurden im Jugendhilfe-Ausschuss dazu die Pläne vorgestellt. Doch seitdem stockt das Vorhaben.

Für den Elternbeirat schreibt Sebastian Will in einer Mitteilung: „Die katholische Kita St. Sophia in Stockum musste im Jahre 2019 das Gebäude in der Kirchstraße 15 aufgrund eines Wasserschadens, nach multiplen anderen Schäden, die bereits kurz nach der Fertigstellung der Anbauten 2012 auftauchten, verlassen. Man zog mit 72 Kindern provisorisch in das evangelische Gemeindehaus in der Brucknerstraße. Ein Jahr später mahnte das Landesjugendamt bessere räumliche Bedingungen an, und die Container-Module auf dem Parkplatz wurden aufgestellt.“

„Aus unterschiedlichen Gründen, so Will weiter, „zog sich das Prozedere, dass die rechtliche Auseinandersetzung über die marode Kita in der Kirchstraße mit sich brachte, hin. Nachdem sich herausstellte, dass es wirtschaftlich angemessener sei die Kita neu zu bauen, wurde ein Investorenmodell favorisiert. Potenzielle Investoren waren zeitweise gefunden, um sich später wieder aus dem Projekt zurückzuziehen. Seither beraten der Träger der Kita St. Sophia, die Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus, das Bistum Münster, das Landesjugendamt und die Stadtverwaltung Werne miteinander das weitere Vorgehen.“

Mittlerweile seien vier Jahre vergangen und die Elternschaft frage sich wie es weitergeht. Es hat bereits Gespräche mit der Verbundleitung und dem Pfarrdechanten gegeben.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurden schon die Architektenpläne zur neuen Kita St. Sophia vorgestellt.

Ausschuss berät über finanzielle Hilfen durch die Stadt

Wie Pfarrdechant Jürgen Schäfer auf Nachfrage von WERNEplus jetzt mitteilte, sucht man beim Träger in Sachen Finanzierung jetzt die Hilfe der Stadt Werne. Man habe alle eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft, bekomme die Finanzierung aus eigenen Kräften aber nicht gestemmt, so der Dechant sinngemäß. Grundsätzlich seien die Planungen für den Kita-Bau in einem Investorenmodell (hier erhält der Investor eine vertraglich festgelegte Miete für 30 Jahre, Anm. d. Red.) weit gediehen, auch das Konzept für den Kita-Betrieb stehe. Auf Nachfrage wollte sich Frank Gründken, Dezernent für Jugend und Familie, Bildung, Kultur und Sport, nicht äußern: „Wir stehen noch in laufenden Verhandlungen mit der katholischen Kirchengemeinde.“

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Simone Geisler, schildert in der Mitteilung die Befürchtungen innerhalb der Elternschaft. Die Sorge der Eltern sei, dass das Bistum nach so langer Zeit und zähem Ringen nicht weiter bereit sein könnte, diesen Kindergarten fortzuführen. „Das wäre für unsere Kinder, unsere Zukunft und für unser Stockum absolut nicht vorstellbar und macht uns fassungslos!“, wird Geisler zitiert.

„Ist es gewollt, in der heutigen Zeit, einen Kindergarten gegebenenfalls einfach zu schließen? Ist es gewollt, dass die Stadt Werne Plätze von vier Gruppen verliert und schauen muss, wo zukünftige Kinder einen Platz erhalten? Ein Mehrbedarf an Plätzen in Stockum wird gebraucht, allein schon durch die vielen Neubaugebiete mit jungen Familien!“, so Geisler weiter.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Werne am Dienstag, 14. November 2023, steht das Thema Kita St. Sophia im öffentlichen Teil nicht auf der Tagesordnung (17.30 Uhr, EG Stadthaus), soll nach Informationen von WERNEplus aber im nicht-öffentlichen Abschnitt diskutiert werden.

Dann wird es für die Politik um die Frage gehen, ob man in angespannter Haushaltslage finanzielle Hilfen gewähren kann und will. Allerdings würde ein Scheitern des Trägers an der Finanzierung die Stadt wohl vor noch größere Probleme stellen, nicht nur finanziell, sondern vor allem auch deshalb, weil die Kita St. Sophia ein starker Pfeiler der Stockumer Kinderbetreuung ist.

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