Mittwoch, Februar 25, 2026

Erst 2027 soll der Glasfaserausbau in Werne abgeschlossen sein

Anzeige

Werne. Der Glasfaserausbau in Werne ist ordentlich ins Stocken geraten. Zuletzt bestätigte Westconnect die Insolvenz von Baupartner Convert. In der jüngsten Stadtratssitzung stellten sich die Verantwortlichen den kritischen Fragen. Im zweiten Quartal 2027 soll die Maßnahme komplett abgeschlossen werden.

„Sie sind mit großen Versprechungen gestartet. Wieviele Menschen können Ihr Angebot bislang nutzen“, fragte Ratsherr Artur Reichert (FDP). Jana Bönte von Westenergie antwortete: „Noch keiner“. Das könne die nächsten zwei Jahren nicht so weitergehen, schob der Liberale hinterher.

- Advertisement -

Wie Westconnect nun auf das Gaspedal drücken will, schilderte Bönte zusammen mit Dirk Wißel (Kommunalmanager bei Westenergie) im politischen Gremium. Zunächst sei ein neuer Baupartner gefunden worden, denn mit Convert gehe es nicht weiter. Priorität hätten die weit fortgeschrittenen Ausbaugebiete (Langern, Grevinghof, Am Stadtwald).

Aktueller Stand

Bislang wurden rund 50 Kilometer Trasse gelegt und etwa 1.500 Haushalte an das Netz angeschlossen. Hauptsächlich wurden dabei Leerrohre verlegt sowie Glasfaserkabel vom Netzverteiler (NVT) bis zu den Grundstücken eingeblasen. Die Hauptverbindung zum Point of Presence (PoP), über den alle Anschlüsse an das überregionale Netz angebunden werden, ist bis auf 500 Meter fertiggestellt.

In der Innenstadt sollte es Anfang 2025 losgehen, nun bestätigte Jana Bönte den Projektstart im ersten Quartal 2027. Die Maßnahmen sollen mit der Umwandlung des Klostervorplatzes koordiniert werden. Generell gelte es, begonnene Abschnitte wie beispielsweise im Evenkamp, Auf der Wenge oder Stockum zu beenden, bevor neue angefangen werden, so Bönte weiter. Nach der Neuvergabe an einen neuen Baupartner solle es nun zügig weitergehen.

Neues Vermarktungsmodell

„Für bestehende Vertragspartner ändert sich nichts. Wird etwas anderes behauptet an der Tür, ist das falsch“, betonte Dirk Wißel in Bezug auf das Vermarktungsmodell, dass sich für Bürger/innen, die sich jetzt erst für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, ändere. Für sie sei ein E.ON Highspeed Produkt verpflichtend.

Das war zuvor anders: Die Hausanschlüsse werden kostenlos gelegt, ohne dass ein Vertragsabschluss mit einem Kommunikationsanbieter Voraussetzung wäre. Die einzige Prämisse war die Einverständniserklärung des jeweiligen Grundstückseigentümers, kurz GEE. „Die Menschen hatten zwei Jahre Zeit für die Grundstückseigentümererklärung. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen“, hieß es weiter.

„Ich werde oft gefragt, wie der Zeitplan aussieht?“, wollte Christian Thöne (FDP) wissen. „Wir wollen schnell handeln. In sechs Wochen könnte es weitergehen“, antwortete Jana Bönte. Transparent sollen die Bürger/innen informiert werden. Aktuell stehe noch nicht fest, wo begonnen werden. Das ginge nicht überall gleichzeitig.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Feuerwehr ärgert sich über Information via „Dorffunk“ – Stockumer Straße lange gesperrt

Werne. Die Freiwillige Feuerwehr Werne steht aktuell vor Schwierigkeiten bei den Rettungswegen. Das machte der neue Wehrleiter Tobias Tenk am Donnerstag (19. Februar 2026)...

DJK Langern wählt Vorstand – Dr. Martin Zobel seit 50 Jahren Mitglied

Werne. Bei der DJK Langern dreht sich fast alles um das Dorfgemeinschaftshaus. Das wurde am Freitagabend deutlich, als sich die Mitglieder des Vereins zur...

Café Chaos: „Symbole & Codes – Das Versteckspiel der Rechten“

Werne. Am Freitag, 27. Februar, liefert die Veranstaltungsreihe des Café Chaos' im Jugendzentrum JuWeL erneut einen Überblick über rechte Codes und Symbole und ihre...

„Werne blüht auf“: Paten für Blumenampeln gesucht

Werne. "Werne blüht auf": Auch 2026 sollen wieder zahlreiche Blumenampeln in der Innenstadt von Mai bis Oktober farbenfrohe optische Highlights sein, eine schöne Atmosphäre...