Werne. Die Fassadensanierung des Stadtmuseums schreitet voran. „Haken dran“, hieß es jetzt für die im März 2026 erledigten Arbeiten. Zuvor hatte die Witterung allerdings für eine Pause gesorgt.
„Es war zu kalt“, begründete Petra Göbel, Leitung Abteilung Bauordnung und Denkmalpflege, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) den vorübergehenden Stillstand auf der Baustelle.
In den vergangenen Wochen wurden nun Fachwerk und Gefache saniert und gefestigt sowie defekte Feldbrandsteine ausgetauscht. Im Innenhof des Museums und an der Seite zum Roggenmarkt waren zudem die alten Holzfenster aus den 60er Jahren abgängig und wurden denkmalgerecht durch neue ersetzt. Die Fenster auf der Seite zum Kirchplatz, die aus den 1980er Jahren stammen, können hingegen bleiben und werden aufgearbeitet.

An der Süd-Ostfassade und zum Roggenmarkt hin wurde zudem ein neuer Unterputz aufgetragen, hieß es. Wie Göbel erklärte, werde der Unterputz durchgefärbt, sodass es künftig bei eventuellen Beschädigungen keine auffallenden Farbunterschiede gebe.
Das klassizistische Gebäude ist seit Mitte August 2025 eingerüstet und verhüllt. Im Zuge der aufwändigen Arbeiten an der Fassade wird der Erhalt der Substanz gesichert und unter Verwendung von Materialien aus der Entstehungszeit denkmalgerecht wieder hergestellt.
Das Werner Museum ist zusammen mit den Archiv der Stadt im „Alten Amtshaus“ von 1691 untergebracht. Neben der Frühgeschichte und Stadthistorie wird eine seidene Kasel aus dem 13./14. Jahrhundert präsentiert. Seit Anfang 1900 ist das historische Gebäude, das zu den Wahrzeichen Wernes zählt, verputzt.
Ausleger am Alten Rathaus mal wieder abgefahren
Denkmalpflegerin Petra Göbel versuchte es im Ausschuss mit Ironie „Immerhin hat er fast zwei Jahre gehalten“, kommentierte sie das neuerliche Malheur mit dem schmiedeeisernen Ausleger am Historischen Rathaus. Im Februar wurde das Schild zum wiederholten Male abgefahren.
Erst im Juni 2024 hatte man das Schild erneuert und beweglich montiert. Die Hoffnung, dass so eine neuerliche Beschädigung vermieden werden könne, bestätigte sich nicht. Denn wiederum hatte ein Liefer-Lkw beim Passieren des Nadelöhrs zwischen Markt- und Kirchplatz das Schild von der Sandstein-Fassade des Rathauses geholt. Dabei wurde es stark beschädigt und durch den Bauhof sichergestellt.






















