Stockumer Straße: UWW beantragt Tempo 30 auch vor Kita Weltentdecker

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Werne. „Tempo runter“ soll es für einen weiteren Abschnitt der Stockumer Straße heißen. Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ausnahmslos für den Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft Werne (UWW).

Danach soll vom Ostring/Stollenweg bis zur Einmündung der Straße Köttersberg künftig Tempo 30 vorgeschrieben sein. Ziel ist es, so die Verkehrssicherheit für die Kinder der Kita „Weltentdecker St. Konrad“ zu verbessern.

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Mit der Verlängerung des bestehenden Tempo-30-Abschnitts vor der Wiehagenschule, die montags bis freitags (7 bis 17 Uhr) vom Eschenweg bis zum Ostring/Stollenweg gilt, soll die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge mit für den Schutz der Kita-Kinder herunter gedimmt werden und ebenfalls temporär begrenzt sein.

Die UWW begründete ihren Antrag mit der speziellen Verkehrssituation vor der Kindertagesstätte, die direkt an der Straße liegt. „Gerade durch den einfallenden Verkehr aus Richtung Stockum, der zwar auf 50 Stundenkilometer innerorts reduziert ist, ist eine deutlich erhöhte Fahrtgeschwindigkeit spürbar. Hinzu kommt der Lkw-Verkehr aus dem Gewerbegebiet Brede der durch frachtintensive Anlieger wie Klingele und Uniferm sehr stark ausgeprägt ist.“ Zudem trage die Senkung der Geschwindigkeit auch zu einer Minderung der Emissionen bei, zeigt man sich überzeugt.

Sven Laube, sachkundiger Bürger der UWW, warb im Ausschuss um die Zustimmung der anderen Fraktionen. Man habe zuvor unterschiedliche Stimmen eingeholt. Für die Freiwillige Feuerwehr bedeute dies eine längere Anfahrtszeit im Einsatz, habe etwa Stadtbrandmeister Tobias Tenk bestätigt, dem Schutz der Kinder aber ebenfalls besondere Priorität eingeräumt. Tempo 30 vor den Werner Schulen sei absolut gerechtfertigt, argumentierte Laube und ergänzte: „Gleiches Recht für die Kindergartenkinder.“

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 auf der Stockumer soll von der Höhe Ostring (Foto) bis hinauf zur Straße Köttersberg verlängert werden, um vor allem die Verkehrssicherheit für die Steppkes der Kita „Weltentdecker“ zu verbessern. Foto: Wagner

KBW-Leiter: „Wir teilen die Einschätzung“

Für die Verwaltung signalisierte Dr. Tobias Gehrke (Leiter Kommunalbetrieb Werne) Zustimmung. „Wir teilen die Einschätzung“, sagte er zu der vorgeschlagenen Geschwindigkeitsbegrenzung. Gleichzeitig mahnte er diejenigen, die am Steuer sitzen, zur Vorsicht und Rücksichtnahme. Diese seien jeweils selbst verantwortlich und keine „Opfer der Umstände“ wie Zeitdruck oder äußere Bedingungen.

Dass die Verantwortung vor allem zwischen Steuerrad und Rückenlehne sitze, sahen auch die Mitglieder der anderen Fraktionen so. „Helikopter-Eltern“, die ihre Kinder in großer Zahl mit dem Auto zur Schule bringen und mit Lichthupe drängelnde Anwohner in Anliegerstraßen, nannten Adelheid Hauschopp-Francke und Ferdinand Schulze Froning als Unsicherheitsfaktoren auf den Straßen.

Hinter der Formel „der Schutz der Kinder geht vor“, versammelten sich schließlich alle Fraktionen und sahen in der im Antrag vorgeschlagenen Verlängerung des Tempo-30-Abschnitts eine Verbesserung der Sicherheit.

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