Vom Solebad in die City: Ausschuss bringt Konzept auf den Weg

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Werne. Das Natursolebad lockt viele Besucher nach Werne. Allerdings profitiert die Innenstadt derzeit weniger davon. Daher beantragte die FDP-Fraktion verschiedene Maßnahmen, um das Bad stärker mit Handel und Gastronomie zu verknüpfen.

Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss am Mittwoch (7. Juli 2026) einstimmig, die Verwaltung mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzepts zu beauftragen. Daran sollen Werne Marketing, die Natursolebad GmbH sowie Vertreterinnen und Vertreter des örtlichen Handels und der Gastronomie beteiligt werden.

„Wir arbeiten bereits an diesen Themen“, sagte Bürgermeister Lars Hübchen. Er habe bereits im Frühjahr den Geschäftsführer von Werne Marketing, Lars Werkmeister, damit beauftragt, mögliche Anreize für die Innenstadt zu prüfen, etwa in Form von Gutscheinen oder einem Coupon-System. Die Ergebnisse sollen später in den zuständigen Ausschüssen vorgestellt werden. „Wir beobachten, dass die Besucher mit Ende der dreistündigen kostenlosen Parkzeit nicht mehr wie früher in die Innenstadt gehen, sondern in ihre Pkw steigen und Werne wieder verlassen.“

An dem Punkt setzte auch eine der vorgeschlagenen Maßnahmen der FDP an: Mit dem Erwerb einer Tageskarte für das Natursolebad könne automatisch die Möglichkeit verbunden werden, ganztägig auf dem Solebad-Parkplatz zu parken. So könnten Gäste nach dem Badbesuch bequem in die Innenstadt gehen, „ohne zusätzlichen Parkdruck“.

Frank Gründken, Geschäftsführer der Natur-Solebad Werne GmbH, teilte mit, dass sich die Verweildauer der Badbesucher mit Einführung einer Park-App bereits erhöht habe. „Wir arbeiten außerdem daran, intensiver mit der Kaufmannschaft zusammenzuarbeiten.“ Überlegt werde zum Beispiel, den Sole-Taler als Rabattmarke neu zu beleben. Bislang sei das Interesse daran aber eher gering.

Weitere Vorschläge der Liberalen betreffen die gemeinsame Vermarktung von Natursolebad und Innenstadt, Kombiangebote für Badbesuch und Stadtbummel sowie die datenschutzkonforme Nutzung von Informationen zur Herkunft der Besucher für das Stadtmarketing. Vertreter von CDU, SPD und Grünen unterstützten die Zielsetzung des Antrags ausdrücklich.

Zu Beginn der Beratung hatte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph Dammermann die Beratungsfolge kritisiert. Der Antrag sei an den Ausschuss für Kultur, Ehrenamt und Partnerschaften gerichtet worden, der sich auch mit Angelegenheiten des Stadtmarketings befasse. Bürgermeister Lars Hübchen erklärte, der Antrag betreffe mehrere Zuständigkeitsbereiche. Deshalb habe der Verwaltungsvorstand entschieden, ihn zunächst im Haupt- und Finanzausschuss zu behandeln und dort die Federführung festzulegen. So solle vermieden werden, dass der Antrag zunächst in einem Ausschuss beraten werde, der nicht für alle Aspekte zuständig sei, und später erneut überwiesen werden müsse.

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