WSC-Chef geht nach 20 Jahren: Vom Nikolaus zum Dauer-Vorsitzenden

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Werne. Beim Werner Sport-Club 2000 e.V. geht eine Ära zuende. Wie vor drei Jahren angekündigt, stellte sich der Vorsitzende Lutz Hammer nicht mehr zur Wahl. Seit Gründung des Fusionsvereins lenkte er die WSC-Geschicke, war drei Jahre zuvor schon Chef der Sportfreunde 67 Werne-West. Während der Mitgliederversammlung am Samstag im Haus Havers nahm der Mitte-60-Jährige Abschied – mit einer bewegenden Rede.

1982 kam Lutz Hammer zu den Sportfreunden als Vater eines fußballspielenden Jungen. Schnell wurde er vom „berüchtigten“ Günter Appel in die Vorstandsarbeit eingeführt. Fahrer, Nikolaus, Übungs- und dann Jugendleiter, Geschäftsführer, dann 1997 Vorsitzender. Größte Herausforderung war kurz darauf die Zusammenführung der Sportfreunde und des SSV zum Werner SC 2000. „Es gibt Jugendliche, die kennen diese beiden Vereine überhaupt nicht mehr. Und das ist gut so“, sagte der scheidende Vorsitzende.

In all den Jahren sammelte er viele schöne Erinnerungen: Pfingstturniere, Bahndammfeten, Schwedenfreizeiten. Er begleitete die Weiterentwicklung von EDV und Geschäftsstelle, erlebte Auf- und Abstiege der jeweiligen Sportmannschaften.

Mahnend verwies Hammer auf die zahlreichen Schließlungen von Sportanlagen, Plätzen und Hallen. „Das waren keine angenehmen Begleiterscheinungen für einen Vorsitzenden“, betonte er und fragt sich nach wie vor, „ob ein Teil der Verkaufserlöse der entstandenen Freiflächen – oder sagen wir Baugebiete – zum Nutzen des Sports in Werne eingesetzt wurden. Nachgefragt haben wir mehrmals. Eine Antwort haben wir bis heute nicht erhalten.“

Nach vorne zu schauen, zu planen und zu entwickeln – er habe sich immer bemüht, sich den neuen Anforderungen zu stellen. „Doch irgendwann ist Schluss“, sagte Lutz Hammer vor den mehr als 30 Mitgliedern.

„Ich wollte kein Fitness-Studio oder einen Saunatempel. Ich wollte auch keinen Schuldenberg produzieren, um einigen wenigen ihren Luxusgedanken zu verwirklichen“, so der scheidende Präsident weiter. Zu vermitteln und den Verein in seiner ganzen Breite zu verwalten und nach vorne zu bringen, ihn nach außen zu vertreten und zu repräsentieren – „Ist mir das bis zum heutigen Tage gelungen? Die Nachreden werden es zeigen.“

Lutz Hammer bedankte sich besonders bei den Mitarbeitern des Sportamts, Marion Stegeman und Norbert Hölscher, sowie allen Wegbegleitern – Vorstandskollegen, Übungsleitern, Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Werner SC. „Ohne euch ist ein Vorsitzender nichts.“

Das Vereinszepter überreichte er an Oliver Grewe, der einstimmig zum neuen WSC-Chef gewählt wurde. Abschied nahm auch Kassierer Georg Fedeler. Als Nachfolgerin bestimmten die Mitglieder Beate Schmidt.

Ein ausführlicher Bericht zur Mitgliederversammlung des Werner SC 2000 folgt in Kürze.

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