Mittwoch, April 24, 2024

PBV Werne I vergeigt „Elfmeterschießen“ um Aufstieg

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Werne. Spannender hätte das Relegationsspiel nun wirklich nicht verlaufen können: An einer verschossenen Kugel scheiterte für den PBV Werne am Ende der Aufstieg in die Verbandsliga.

Poolbillard, Relegation: PBV Werne 80 – PBC Schwerte III 4:4

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Und dabei hatten die Spieler der Ersten (urlaubsbedingt geschwächt) gekämpft wie Löwen, als sie gegen den Verbandsligisten Schwerte antraten. Die Gäste waren auf dem vorletzten Platz gelandet, spielten gegen den Abstieg. Werne war am Ende der Saison unglücklich Drittplatzierter der Landesliga geworden. Beim Kampf in Dortmund (auf neutralem Grund) fieberten nur wenige Besucher mit, doch der ganze Verein war per Smartphone-Chatgruppe quasi live dabei und feuerte die Kollegen an.

Im 14.1-endlos schoss Benny Scholz zwar eine 36er Serie, danach ließ der Gegner ihm aber keine Chance mehr: 47:100 in 12 Aufnahmen. Andreas Wegener holte im Achterball zwar einen 3:0-Rückstand auf, musste sich am Ende aber mit 4:6 geschlagen geben. Ähnlich erging es Bastian Kramer, der trotz starker Partien beim 7:5 im Neunerball seinem Gegner die Hand schütteln musste. In Bestform aber Markus Klimecki: Im Zehnerball lochte er stark, behielt trotz mehreren glücklichen Ablagen seines Gegners die Nerven – 7:4.

In der Pause schworen sich die Sportler aus der Poolfabrik an der Stockumer Straße, den Spieltag noch nicht aufzugeben. Und setzten das Ziel nach und nach um. Klimecki, genervt vom Sicherheitsspiel seines Gegners, drehte am Ende der 14.1-endlos-Partie zu Bundesliga-Niveau auf, schoss mit einer 51-er Serie spektakulär aus. Ähnlich stark trat Wegener auf – 7:0-Sieg im Neunerball. Scholz fand auch zu seinem kaltschnäuzigen Stellungsspiel zurück, machte mit 7:4 das Unentschieden perfekt. Gegen den besten Spieler der Gäste hatte Kramer im Achterball kaum eine Chance (1:6).

Durch das Unentschieden kam es zu einem Shoot-Out – quasi das Elfmeterschießen im Poolbillard. Dabei müssen alle Spieler abwechselnd versuchen, denselben schwierigen Ball zu lochen. Ein Treffer bringt einen Punkt, ein Fehlstoß einen für den Gegner. Ein Nervenkrieg, den Schwerte mit 8:5 gewann. Spielführer Bastian Kramer: „Es wäre toll gewesen, wenn die Aufholjagd im zweiten Durchgang mit einem Sieg gekrönt worden wäre. Jetzt werden wir alles dran setzen, dass es im nächsten Jahr gar nicht erst zu einer solchen Entscheidung kommt.“

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