Sonntag, August 31, 2025

Triathlon: Wasserfreunde vertagen Entscheidung im Abstiegskampf

Anzeige

Werne. Der vorletzte Triathlon der schnellsten Liga NRWs über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen stand am vergangenen Sonntag in Verl auf dem Programm der ersten Mannschaft der TV Werne Wasserfreunde.

Verletzungssorgen und die Urlaubszeit machten es erforderlich, dass die Stammbesetzung um Topmann Lennard Langerbein und Routinier Stephan Rengelink von Thorsten Kräher und Hanno Sancken aus der zweiten Mannschaft verstärkt wurde.

- Advertisement -

Für Kräher, der als Ironman vor wenigen Wochen noch zehn Mal so lange auf der Rennstrecke war, sollte das kurze und explosive Rennformat eine neue Erfahrung werden, insbesondere weil auf der Radstrecke durch die Windschattenfreigabe in der Top-Liga ein echtes Radrennen gefahren wird. Ebenso für Hanno Sancken, der die Herausforderung bei seinem insgesamt erst dritten Triathlon hoch motiviert annahm.

Neoprenanzüge waren temperaturbedingt verboten, was die Hoffnung auf etwas weniger Rückstand nach dem Schwimmen – ironischerweise die schwächste Disziplin der Wasserfreunde – etwas dämpfte. Beim Massenstart im Verler See bekam Sancken direkt mehrere Schläge und Tritte ins Gesicht ab, was ihn nicht daran hinderte, als zweiter Werner in 12:58 Minuten hinter einem starken Langerbein (11:07 Minuten) ein gutes Schwimmen abzuliefern. Rengelink fand seinen Rhythmus im Wasser nicht, konnte aber kurz hinter Sancken nach 13:07 Minuten auch in die Wechselzone stürmen. Kräher komplettierte als Vierter nach14:39 Minuten das Schwimmen.

In der Wechselzone hieß es, die Badekappe und die Schwimmbrille gegen den Radhelm zu tauschen und mit dem Rennrad schnellstmöglich zur magischen Linie zu laufen, ab der die Athleten aufsteigen und losfahren dürfen. Die Schuhe befinden sich bei diesem Sprintformat immer an den Pedalen und werden erst während der Fahrt angezogen, um keine Zeit zu verlieren.

Langerbein erwischte aufgrund seines starken Auftritts im Wasser eine große und schnelle Radgruppe. Da andere Athleten hier die Initiative ergriffen, konnte er sich bei 44 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit relativ gut für den abschließenden Lauf schonen. Rengelink bildete mit vier weiteren Athleten eine Zweckgemeinschaft auf dem Rad und konnte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 Km/h einige Plätze gut machen.

Sancken musste Rengelinks Gruppe auf dem Rad ziehen lassen, kämpfte lange alleine und fand schließlich einen Mitstreiter, mit dem er sich in der Führung abwechseln konnte; er erreichte einen beachtlichen 36er Schnitt. Kräher hing auf dem Rad zwischen den Gruppen fest. Zu groß die Lücken nach vorne und hinten. Er kämpfte sich alleine über den flachen Kurs und lieferte mit 37 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ein beeindruckendes Einzelzeitfahren ab.

Der abschließende 5-km-Lauf verlangte den Athleten die letzten Körner ab. Langerbein lief kontrolliert und blieb als einziger Wasserfreund unter der Marke von einer Stunde Gesamtzeit. Rengelink lieferte mit 18:03 Minuten die schnellste Zeit der Wasserfreunde in dieser Disziplin ab. Sancken lief starke 20:17 Minuten. Ein Raunen ging durchs Publikum, als er einen fulminanten Schlusssprint über 100 Meter gegen seinen direkten Konkurrenten mit wenigen Zentimetern Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Kräher wuchs über sich hinaus und stellte trotz der Vorbelastung in 19:57 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf. Erschöpft aber zufrieden benötigte er für sein Fazit nur ein Wort: „Aua.“ Seine smarte Sportuhr legte ihm nach dem Rennen eine Erholungszeit von 69 Stunden ans Herz.

Im Ergebnis lieferten die Wasserfreunde einen starken Wettkampf gegen noch stärkere Konkurrenten ab. Die Einzelplatzierungen: 22 (Langerbein), 42 (Rengelink), 63 (Sancken) und 65 (Kräher) reichten am Ende für Platz 15.

In der Tabelle findet sich die erste Mannschaft nun auf Platz 13 von 18 Teams wieder, wobei ab Platz 15 die Abstiegszone beginnt. Für die Underdogs um Kapitän Sebastian Nieberg kommt es also beim letzten Rennen am 21. August in Krefeld zum Showdown im Abstiegskampf: „Wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns auf Krefeld. Wir wollen und werden auch nächstes Jahr mit den schnellsten Athleten NRWs an der Startlinie stehen.“

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Tag des offenen Denkmals 2025: Rundgang durch St. Christophorus

Werne. Am Sonntag, den 14. September 2025, lädt der Altstadtfreunde-Verein zum Tag des offenen Denkmals ein - und zwar ab 15 Uhr in die...

Inklusionstreff fühlt Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn

Werne. Menschen mit Behinderungen müssen sich zu Wort melden, um von der Kommunalpolitik gehört zu werden. Andererseits müssten Rat und Verwaltung bereit sein, auf...

RSC Werne: Auftakt der „Kids Only Gruppe“ ist gelungen

Werne. Zum ersten gemeinsamen Training der neuen "Kids Only Gruppe" trafen sich acht motivierte Nachwuchsradler. Nach technischen Übungen und der Erläuterung grundlegender Basisregeln stand...

Golfclub Wasserschloss Westerwinkel: Erst Jubiläumsempfang, dann Erlebnistag

Herbern. Eine Schar von Gästen besuchte den Golfclub Wasserschloss Westerwinkel jetzt zu einem würdigen Jubiläumsempfang. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens hatte der Vorstand des heimischen...