Mittwoch, April 17, 2024

Quick and Fly ist schnell und „fliegt“ zum Sieg beim Großen Preis

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Werne. Frauenpower dominierte das abschließende Drei-Sterne-S-Springen im Rahmen der Lenklarer Reitertage am Sonntag in Werne.

Die vier Null-Fehler-Ritte im Stechen um den Großen Preis von Werne gingen ausschließlich an Amazonen. Den ersten Platz holte sich auch beim zweiten Springen der Schweren Klasse Mynou Diederichsmeiner (RV Aller-Weser) auf der zwölf Jahre alten Hannoveraner Stute Quick and Fly in der Zeit von 35,46 Sekunden.

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Mit 36,18 Sekunden wurde Brit Haselhoff Zweite auf der 14-jährigen Mecklenburger Stute Katniss vor Clara Blau auf dem Wallach Paul, die sich mit 37,58 Sekunden auf Rang drei wiederfand. Marie Ligges (Herbern) leistete sich mit Corcovado zwei Fehler im Stechparcours und wurde Sechste.

Außer in Werne gibt es nach Angaben des Veranstalters nur noch bei drei anderen Turnieren in der Bundesrepublik ein Drei-Sterne-S-Springen mit Stechen. Es ist das schwerste Springen, das in diesem Rahmen ausgeschrieben werden kann. Die Hindernisse sind bis zu 1,60 Meter hoch.

Dennoch stellten sich 44 Springreiter dieser Aufgabe. Unter anderem bestand der Parcours aus einer dreifachen Kombination, einem Wassergraben, einer Mauer und eng zu reitenden Wendungen. Wie schwer selbst für die Profis im Sattel dieser Wettbewerb war, zeigte sich auch daran, dass erst der zehnte Teilnehmer den Normalparcours ohne Fehler und in der Zeit bewältigen konnte. Nur acht Reiter konnten sich überhaupt mit Null-Fehler-Ritten im Normalparcours für das Stechen qualifizieren. Reiter aus Werne beteiligten sich an diesem Springen nicht.

Für Mynou Diederichsmeier war das bereits der zweite S-Sieg des Tages. Am Vormittag konnte sie nach dem S*-Springen auf der Oldenburger Stute Choccoloca die goldene Siegerschleife entgegennehmen.

Nur 1,3 Sekunden entschieden am späten Samstagnachmittag über den Sieg im Stechen des Drei-Sterne-S-Springens. Zwei Spitzenreiter der deutschen Springreiterszene lieferten sich ein spannendes Duell um den ersten Platz. Schließlich entschieden die bereits erwähnten 1,3 Sekunden über den Sieg. Johannes Ehning (RV St. Martin Stadtlohn) verwies damit Katharina von Essen (ZRFV Albachten) auf den zweiten Platz. Von Essen war die einzige Amazone aus dem ursprünglichen Starterfeld, die den Einzug ins Stechen geschafft hatte.  Beide meisterten den Stechparcours fehlerfrei.  Mit 42,47 Sekunden ging der dritte Rang an Steffen Bröckmann vom Reitverein Nordbögge-Lerche. Von den ursprünglich 62 Teilnehmern des ersten Umlaufs gelang es nur sieben Teilnehmern, innerhalb der erlaubten Zeit den Parcours ohne Abwürfe zu meistern. Einige Reiter hatten Pech. Sie blieben zwar ohne Springfehler, mussten aber Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung in Kauf nehmen.

Mit dem Rekordergebnis von 70 Prozent holte sich Leonie Gripshöver auf Batida das Dressur-Gold in der M**-Prüfung. Foto: Steinmüller
Mit dem Rekordergebnis von 70 Prozent holte sich Leonie Gripshöver auf Batida das Dressur-Gold in der M**-Prüfung. Foto: Steinmüller

Mit dem absoluten Spitzenergebnis von 70 Prozent der Richterstimmen und damit dem Sieg in der Zwei-Sterne-M-Dressur begann der letzte Lenklarer Turniertag am Sonntagmorgen für die St.-Georgs-Reiterin Leonie Gripshöver mit einem deutlichen Erfolg. Bereits vor einer Woche hatte sie mit ihrer zwölf Jahre alten Stute Batida den zweiten Platz in der S-Dressur erreicht. Den zweiten Platz in der M-Dressur erreichte mit 68,4 Prozent Anna-Katharina Tepel (Fröndenberg) auf Rock Amour AT vor Hendrik Dibowski (RV Rhynern) auf Nerwig D.

Die übrigen St.-Georgs-Reiter Franziska Halfenberg, Lea-Katharina Strothmann und Mona Klingenberg konnten sich nicht qualifizieren. In der zweiten Wertungsabteilung derselben Dressur-Prüfung teilten sich Alyssa Haskamp auf Charlotta (Münster) und Leonie Lübke auf Armani-Dylong (Lützow Selm-Bork-Olfen) den ersten Rang. Für den dritten Platz qualifizierte sich Natascha Droste (Fröndenberg) auf Shemar.

Auf dem Springplatz wurden am Sonntagvormittag zwei S-Springen ausgetragen. Bei der Springpferdeprüfung mit Stechen hatte die Wernerin Silvia Gripshöver kein Glück. Sie bezwang den Ritt durch den Stangenwald zwar ohne Fehler, überschritt dabei aber die erlaubte Zeit. Der dadurch verursachte Strafpunkt hinderte Gripshöver am Einzug in den zweiten Umlauf. Von den 13 Teilnehmern der Entscheidungsrunde blieben sieben ohne Hindernisfehler, so dass die erreichte Zeit über die Reihenfolge auf der Siegerliste entschied. Die goldene Schleife für den ersten Platz holte sich auf Comme Tessa B Dr. Christopher Baartz (RFV Nagel Herbern) vor Hubertus Kläsener auf Claritino Z. (Dorsten) und André Schäfer (Warendorf) auf Conelly.

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