Samstag, Juni 15, 2024

Tischtennis-Saison 2023/24: Bilanz fällt beim Werner SC positiv aus

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Werne. Durchgehend gute bis sehr gute Leistungen zeigten die Tischtennisspieler der sieben Mannschaften vom Werner SC in der abgelaufenen Saison: Neben drei Titelgewinnen stehen noch ein Vize-Titel und zwei dritte Plätze zu Buche – und: ein Absteiger.

Inbesondere die Jugend-Mannschaften trugen erheblich zu dieser positiven Bilanz bei und stellen das Pfund dar, mit dem der WSC derzeit wuchern kann.

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Nach Abschluss der Hinserie in der 1. Bezirksliga verstärkte sich die „Erste“ mit Marco Böcker, der bereits Landesliga spielte. Es stellte sich heraus, dass die Bäume nicht in den Himmel wuchsen und eine 1:3-Bilanz von Böcker letztlich nicht titelreif war.

Die Meisterschaft wurde beim „Gigantentreffen“ in Bergkamen am 9. März durch die knappe 7:9-Niederlage final verspielt. Dennoch spielten die Lippestädter eine grandiose Saison mit zwölf Siegen in 18 Matches. Insbesondere im oberen Paarkreuz bietet der WSC mit Luca Bröcker (Platz 1 der Rangliste, 29:6-Siege) und Lino de Almeida (4, 22:13) ein sehr starkes Duo nebst äußerst ansehnlichen Spielen auf.

Andre Wodetzki fehlte krankheitsbedingt in den ersten fünf Saisonspielen, wo sich der WSC drei knappe Niederlagen (Preußen II, III und TuRa) leistete, die für den weiteren Saisonverlauf eine zu starke Hypothek im Hinblick auf Platz eins darstellten. Indes kann Wodetzki mit seinen 12:8-Siegen eine mehr als respektable Bilanz vorweisen, die von seinem Partner in der Mitte Moritz Overhage mit 18:11 noch getoppt wurde.

Unten blühte Matthias Holtmann mit einer fast perfekten Rückserie auf, verlor erst im vorletzten Match gegen Preußen III mit 9:11 im fünften Satz nach 2:0-Führung gegen Danny Neumann sein einziges Spiel; insgesamt landete der Kapitän bei sehr guten 20:6-Siegen.

Die Achillesferse der „Ersten“ befindet sich weiterhin an Position sechs: Neben Böcker gelangen auch Stephan Müller (5:6), Renee Bieder (2:5), Jan von Frantzius (4:6) und Jakob Kuchler (0:2) keine positive Bilanzen.

Die Doppelbilanzen sind mit 63%-Siegen (37:22) gut und ausbaufähig: Bröcker/Holtmann (15:4) und Wodetzki/Müller (5:1) waren häufig Garanten für einen 2:1-Auftakt in die Matches. Es herschen gute Aussichten für den WSC in der neuen Serie ganz oben mitzuspielen, insbesondere wenn es gelingen sollte, noch externe Verstärkungen vom Ortsnachbarn zu erhalten dürfen.

Renee Bieder war für die erste Mannschaft des Werner SC im Einsatz. Foto: Wagner
Renee Bieder war für die zweite Mannschaft des Werner SC im Einsatz. Foto: Wagner

Die Werner Reserve war indes das „Sensationsteam“ der Serie 23/24: Rettete sich der WSC II nach seinem Aufstieg 2019 aus der 2. Kreisklasse in der 1. Kreisklasse vier Jahre ang stets nur äußerst knapp, schien diese Serie nach einer 3:7-Auftaktniederlage beim SV Stockum dank vier aufeinanderfolgenden Siege endlich mal ruhiger zu verlaufen. Doch urplötzlich stand man Ende der Hinserie auf Platz drei in der neu organisierten 1. Bezirksklasse.

Auch die Neuregelung der Punkteverteilung spielte den Wernern in die Karten: Bei neun knappen Siegen der Kategorie 6:4/7:3 musste man nun keinen Punkt mehr an den Verlierer abgeben, sondern behielt stets beide Punkte. Die Rückserie wurde gar noch besser, nicht zuletzt dank des „Hat-Das-Verlieren-Verlernt-Ollis“ und Ex-Regionalliga-Volleyballers Sonnen, der nach seiner Auftaktniederlage gegen Jan Köhler vom SVS (9:11 im fünften Satz) 21 Siege in Serie ablieferte und mit insgesamt 24:4-Siegen auf Platz 2 der Rangliste der 1. Bezirksklasse landete.

Daneben verstärkte sich die Reserve in der Rückersie mit Stephan Müller (7:1) und Renee Bieder (6:4), so dass am Ende der unglaubliche Vizetitel heraussprang. Auch Matthias Makosch (14:12), Jan von Frantzius (6:3) und Jakob Kuchler (5:3) blieben positiv, während Jörg Westhoff (0:4), Florian Pees (2:10), Alkan Atak (0:6) und Mika Hoppe (0:2) meistens glücklos blieben.

Mannschaftskapitän Dr. Jürgen-Theodor Fränzer spielte eine solide Serie (12:17), bewies sich besonders in vielen Duellen um den entscheidenden sechsten Punkt zum Sieg der Mannschaft als „Mann ohne Nerven“.

Auch die „Zweite“ weist eine gute und ausbaufähige Doppelbilanz mit 61% gewonnener Spiele auf (22:14). Sonnen/Makosch stellten mit 10:2-Siegen das zweitstärkste Doppel der Liga, daneben waren Pees/Fränzer mit 4:0-Siegen erfolgreich.

Nachdem der Bezirkstag am 15. Mai entschieden hat, dass in der 2. Bezirksliga auch mit 4er Teams gespielt wird, sind die Chancen auf den Aufstieg (aktuell steht der WSC auf Platz fünf der Anwartschaft) gestiegen; entschieden wird hierüber nach Abschluss der Meldungen zur neuen Saison Anfang Juni.

Manfred Woehl und die dritte Mannschaft des Werner SC Tischtennis steigen ab. Archivfoto: Wagner
Manfred Woehl und die dritte Mannschaft des Werner SC Tischtennis stiegen ab. Archivfoto: Wagner

Das Oldie-Team des WSC hatte einen guten Start mit zwei Unentschieden gegen Selm III und TTC Werne II sowie einer knappen Niederlage gegen den SV Stockum II, so dass die Sicht auf den weiteren Saisonverlauf – im Nachinhein betrachtet – etwas „vernebelt“ wurde: Es folgten neun Niederlagen in Serie.

Der erste Saisonerfolg am drittletzten Spieltag gegen Rünthe IV kam zu spät, um den letzten Tabellenplatz noch zu verlassen. Infolgedessen stehen lediglich Kapitän Ernst Kasch mit 14:12-Siegen und Karsten Dahl (7:5) positiv da. Der Rest das Kaders weist schlechte Bilanzen auf: Manfred Woehl (4:22), Martin Geiger (3:9), Jürgen Löcke (5:13), Christoph Böckenbrink (2:10), Joachim Wodetzki (0:4) sowie Ersatzmann Gerd von Frantzius (0:2) hatten aber den Spaß an der Sache dennoch nicht verloren. Bei den Doppeln (39% Siege, 11:17) zeigten sich Kasch/Woehl mit 7:5-Siegen für die Mehrzahl der Punkte verantwortlich. Für 2024/25 wird das Team neu aufgestellt werden, um die Rückkehr in die 2. Bezirksklasse anzupeilen.

Die Hobbytruppe des WSC war die zweite große Überraschung der abgelaufenen Serie. In der neu gestalteten 4. Bezirksklasse gewann die „Vierte“ vom Saisonanfang sechs Spiele in Serie bevor es gegen Bergkamen IV die erste Niederlage setzte. Da war die Meisterschaft aber schon in greifbarer Nähe und wurde trotz einer zweiten Niederlage zum Saisonabschluss mit vier Punkten Vorsprung gesichert.

Alle Spieler, die zum Teil erst im Erwachsenenalter das Tischtennis-Spielen erlern(t)en, überzeugten und werden in der neuen Serie in der 3. Bezirksklasse aufschlagen. Lediglich Spitzenspieler Jens Bülow (mit 16:3-Siegen auf Platz 2 der Rangliste) wechselt nach Kamen. Erwin Oestermann (13:6), Justin Heimann (8:4), Silas Schürmann (3:1), Sven Kliemann (2:0 nach langer Verletzungspause), Gerd von Frantzius (10:0), Klemens Wolf (9:5) und Gunter Zotzmann (1:3) genossen die Meisterserie.

Bei den Doppeln weist der WSC IV mit 75%-Erfolgsquote die beste Bilanz (12:4) auf und mit Bülow/Oestermann (6:0) auch das stärkste Doppel der Liga. Auch ohne Bülow sollte das Team stark genug sein, um in der 3. Bezirksklasse den Klassenerhalt zu erreichen.

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