Freitag, Juli 12, 2024

WSC-Tischtennis gibt sich keine Blöße – egal ob jung oder alt

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Werne. Die erste und zweite Mannschaft der Werner SC Tischtennisabteilung waren erfolgreich. Ebenso stark unterwegs waren die Jugendteams der Blau-Roten.

1. Bezirksliga 3: Werner SC – TTV Holzwickede 9:4

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Den erwarteten Sieg fuhr die erste Mannschaft der Tischtennis-Abteilung des Werner SC gegen den Tabellenletzten der 1. Bezirksliga 3 ein und erscheint somit gut gerüstet für das wohl entscheidende Spitzenspiel am nächsten Samstag in Bergkamen. Luca Bröcker und Matthias Holtmann sorgten mit dem 11:1 im 5.Satz für die 1:0-Führung, die dann durch die Gäste gegen das unharmonisch wirkende Doppel Lino de Almeida/Andre Wodetzki ausgeglichen wurde. Auch das 3. Doppel Moritz Overhage/Stephan Müller harmonierte schlecht, gewann indes mit starkem kämpferischen Einsatz 11:7, 7:11, 11:5, 5:11 und 11:9 zur erneuten Führung des Gastgebers.

Gewohnt souverän absolvierte Bröcker oben seine Einzel, wo er im 1. Spiel Burchert gar einen Satz zu Null abnahm. Der Spitzenspieler Nr. 2 aufseiten des WSC, de Almeida, zeigt sich nach einer fantastisch herausragenden Hinserie in der Rückrunde aufgrund kleinerer Verletzungen mit einer Formdelle, sodass er beide Spiele abgeben musste und nun mit einer 4:8-Bilanz aufwarten muss. „In der Vorrunde spielte mein Körper sehr gut mit und ich war vom Kopf einfach viel freier – jetzt ist das nicht mehr so und ich spiele wesentlich gehemmter“, so der gebürtige Sauerländer nach dem Spiel. In der Mitte zogen Wodetzki und Overhage ihren Kontrahenten die Fäden und hatten dabei mit Ivan Rupcic immerhin einen Rekordnationalspieler und ehemaligen Regionalliga-Spieler auf der anderen Seite des Tisches. Rupcic ist gehörlos und gewann im Gehörlosen-Tischtennis national und international sämtliche möglichen Titel. Beide Werneraner behielten ihren Kopf indes oben, lediglich WOdetzki verlor sein zweites Match nach Vergeben eines Matchballes gegen Münnemann.

Am unteren Paarkeuz hatte der WSC zudem überhaupt keine Probleme mit den Spielern des TTV Holzwickede: Holtmann baute seine Serie auf imposante Bilanz auf 9:0-Siege in der Rückserie aus und Müller feierte seinen ersten Erfolg in der Rückrunde. Es gilt nun fokussiert die anliegende Trainingswoche zu nutzen, um optimal und ausgeschlafen für das „Endspiel“ gegen TuRa Bergamen gerüstet zu sein. Der Gastgeber nimmt aus den letzten beiden gewonnenen Spielen viel Zuversicht mit, dass die Form des Teams insgesamt stimmt.

WSC: Bröcker/Holtmann 1:0, de Almeida/Wodetzki 0:1, Overhage/Müller 1:0, Bröcker 2:0, de Almeida 0:2, Wodetzki 1:1, Overhage 2:0, Holtmann 1:0, Müller 1:0.

1. Bezirksklasse 5: TTF Lünen II – Werner SC II 4:6

Irrsinnnig. Unglaublich. Oder wie es der Mannschaftsführer der „Ersten“ Holtmann ausdrückt: „Gefühlt kann bei der ‚Zweiten‘ spielen, wer will, und trotzdem gewinnen die mit 6:4!“ In der Tat landete die WSC-Reserve, arg geschwächt durch die Ausfälle von Sonnen (privater Termin) und Makosch (im Stau auf der Autobahn hängengeblieben), seinen vierten 6:4-Sieg hntereinander. Und der Ersatz in Form zweier Jugendlicher stellte sich als herausragende Hilfe dar – im Reserve-Team es WSC stimmt es einfach und die Jugendlichen fühlen sich direkt wohl!

Beide Doppel gingen über fünf Sätze: während Jakob Kuchler/Mika Hoppe in fünf langen Rallies (-8,10,-9,13,-4) sich letztlich Klaer/Czerwinski beugen mussten, war am anderen Tisch etwas nicht wirklich zu Verstehendes ganz offensichtlich geschehen. Renee Bieder und Dr. Jürgen-Theodor Fränzer, die beide von ihrer Spielweise gar nicht gut zusammen passen und als „Not-Doppel“ fungierten, lagen 1:11, 10:12 und 8:10 hinten, hatten definitiv erkannt, dass sie das Spiel abgeben würden – aber: sie kämpften dennoch einfach weiter um jeden einzelnen Ball, „Aufgeben verboten“ hieß ihr gemeinsames Motto. Plötzlich durften sie nach 14:12 in den vierten Satz und dort standen sie erneut vor der Niederlage, und auch hier wehrten sie 3 Matchbälle ab (12:10), um dann urplötzlich im finalen Satz selbst einen Matchball zu haben, der verzogen wurde. Das Spiel endete dann nach der Abwehr von insgesamt 9 Matchbällen (über 3 Sätze akkumuliert) mit der Nutzung des eigenen 3. Matchballes mit 14:12 zugunsten der Werner „Oldtimers der Reserve“.

In den Einzeln oben lag Bieder dann schnell 0:2 hinten, ehe er seine Strategie änderte und mittels geschicktem Blockspiel sogar das ganze Spiel gegen Erdelbruch wendete (7:11, 5:11, 11:9, 11:4,12:10). Währenddessen musste Fränzer die zu hohe Geschwindigkeit der Schüsse von Potjans in drei Sätzen anerkennen. Unten zeigten beide Jugendliche eine irre Dynamik in ihren wilden Spielen, beide gingen über fünf Sätze – während Hoppe in seinem ersten Senioren-Einsatz bei der Zweiten sehr unglücklich 13:15 im 5.ten abgeben musste, erzielte Kuchler tatsächlich mit 11:6 im 5.ten den erneuten Ausgleich zum 3:3.

Zur Eröffnung des zweiten Duchgangs der Einzelspiele siegten Bieder und Fränzer im Gleischritt souverän zum 5:3 – der WSC hatte sich das Unentschieden bereits gesichert, was in Anbetracht der Personalsituation einen beachtlichen Erfolg beim Tabellenvorletzten, der in Bestbesetzung um seine letzte Chance den Klassenerhalt in der 1. Bezirksklasse 5 noch zu sichern kämpfte, dargestellt hätte. Erneut spielte sich in den abschliessenden Duellen am unteren Paarkreuz alles ab, was den TT-Sport so faszinierend macht – diesmal in jeweils vier Sätzen.  Während Hoppe immer früh in den Sätzen einem Rückstand hinterherlaufen musste und bravoröus kämpfte (9,-3,-9,-9), gab Kuchler nach einer 2:0-Satz-Führung (13:11, 13:11) plötzlich den dritten Satz 7:11 ab – würde das Spiel noch zu Gunsten der TTFs kippen? Nein, auch wenn Kuchler eine sichtbar nervöse Hand besass, behielt er doch weiter die stete Übersicht, und spielte Klaer geschickt und spielintelligent erst auf der Rückhand an, um bei einem Umlaufen des Lüners die dann weit offene Vorhand-Seite für sich zu nutzen und ecce: 11:7 und damit Gewinn von Satz, Spiel und Sieg für den WSCII!

Mit diesem unter den gegebenen Umständen nahezu unglaublichen Erfolg und der ersten Saison-Niederlage des Tabellenführers in Selm, robbt sich der WSC II als Tabellenzweiter plötzlich bis auf drei Punkte an Preußen IV heran. Das nächste Spiel gegen den Tabellenvierten Selm dürfte eine Vorentscheidung um die Relegationsplätze 2 und 3 in der 1. Bezirksklasse 5 bedeuten.

WSC II: Kuchler/Hoppe 0:1, Bieder/Fränzer 1:0, Bieder 2:0, Fränzer 1:1, Kuchler 2:0, Hoppe 0:2.

U15 Bezirksoberliga 1: TuRa Bergkamen – Werner SC 5:5

Die jüngste Mannschaft erzielte gegen den direkten Tabellennachbarn in Bergkamen ein Unentschieden und verschlechterte sich so gegenüber dem Hinspielsieg. Bei einem 1:1-Zwischenstand nach den Doppeln startete man alles andere als ideal in die Einzelpartien. Lediglich ein einziges von fünf Einzeln wurde durch Maxim Boldt 3:0 gewonnen, drei Partien in knappen fünf Sätzen abgegeben. Peter von Frantzius gab mit seinem Anschlusssieg in seiner zweiten Partie das Signal zur Aufholjagd.

Huy Le und erneut Boldt markierten weitere Siege, sodass es am Ende zu einem glücklichen Unentschieden kam. Zwar verteidigte man so knapp den Zwei-Punkte-Vorsprung vor TuRa, aber die Gäste haben das leichtere Restprogramm, sodass Platz 3 in der Bezirksoberliga wohl nicht zu halten sein dürfte.

WSC: P. von Frantzius/Boldt 0:1, Pham/Le 1:0, P von Frantzius 1:1, Pham 0:2, Boldt 2:0, Le 1:1.

U19 Bezirksoberliga: Werner SC – TV Fredeburg 8:2

Für die Spitzenmannschaft der Jugendlichen galt es am Samstag gegen den Tabellenvierten aus Fredeburg einen weiteren Schritt Richtung NRW-Liga zu gehen Die Ausgangslage war klar. Das Ziel waren zwei Punkte, welches sich in den Doppeln sofort bemerkbar machte. In beiden Doppeln konnte man deutlich in drei Sätzen siegen.

Die Einzelspiele gelagen ähnlich fortlaufend. Lediglich Jakob Kuchler und Lars Kamphues gaben je ein Spiel ab. Jan von Frantzius wahrte seine weisse Weste und ist als einzigster Spieler in der U19-Bezirksoberliga in der Rückserie noch ungeschlagen und mit 18:2-Siegen Top-Spieler der Rangliste.

Bei drei noch ausstehenden Spielen, darunter eins gegen den Tabellenletzten, und fünf Punkten Vorsprung ist die Meisterschaft zum Greifen nah.

WSC: J. von Frantzius/L. Kamphues 1:0, Kuchler/Hoppe 1:0, J. von Frantzius 2:0, Kuchler 1:1, Hoppe 2:0, L. Kamphues 1:1.

Die U19-WSC II-Mannschaft erwischte einen Superstart, um es dann noch spannend zu machen und steht nun ein Spiel vor dem Meistertitel. V.l.n.r. beim Aufschlag: Silas Schürmann, Lino Sonnen, Timo Kamphues, Alexander Klein. Zum Team gehören noch Tim Weischer und Max Kroes. Foto: juef

U19-1. Bezirksliga 1: Werner SC II – VfL Mark Hamm 6:4

Wie entfesselt stürmten die Werner Jungs zur Vorentscheidung im Kmapf um den Titel in der 1. Bezirksliga: bereits nach einer Stunde stand es 5:0 für den Gastgeber. Das Doppel Lino Sonnen/Silas Schürmann sowie Alexander Klein und Sonnen in den Einzeln obsiegten durchgehend in drei Sätzen gegen den VfL, der trotz der gewünschten Spielverlegung nur mit drei Jungen antrat, weil die Nr. 1 beruflich verhindert war.

Schürmann rang dann die Hammer Nr. 1 Gottfried regelrecht nieder (13:11, 6:11, 12:10, 5:11 und 11:9), parallel dazu Timo Kamphues in 4 Sätzen gegen die Nr.2 zum 5:0. Doch wer dachte, das Spiel sei entschieden, verkannte die Gegenwehr von Mark Hamm: Sonnen, Kamphues und Schürmann mussten ihnen gratulieren. Plötzlich stand alles wieder auf des Messers Schneide. Ein Unentschieden hatte den Werner Nachwuchsstars im Kampf um die Meisterschaft wenig gebracht. Dann fand  Spitzenspieler Sonnen wieder zu seinem gefürchteten Topspin-Spiel zurück und sicherte souverän den sechsten Punkt, während Klein am Nachbartisch Gottfried mit 11:13 im 5. Satz unglücklich unterlag.

WSC II: Sonnen/Schürmann 1:0, Sonnen 2:1, Schürmann 1:1, Klein 1:1, T. Kamphues 1:1.

Werner SC II – TTV Preußen Lünen 9:1

Einen Tag später trat man in der gleichen Aufstellung gegen Preußen Lünen an. Auch hier setzte sich die zweite Jugendmannschaft aus Werne deutlich durch. Lediglich Schürmann machte es spannend (11:8, 10:12, 12:10, 12:10 gegen die Gäste-Nr.1) und Klein erlebte erneut sein unglückliches Pech im letzten Spiel (8:11, 12:10, 9:11, 10:12 gegen eben jene Nr.1 Felix Müller).

Nur noch ein Spiel sind die Werner Reservejungs nunmehr vom Titel entfernt, der dazu führen würde, in der nächsten Saison in der Bezirksoberliga mitspielen zu dürfen. Es reicht ein Unentschieden Damit ist der 1. Titel für den Werner SC in der Tischtennis-Saison 2023/24 von fünf möglichen der insgesamt sieben Teams in den Wettbewerben greifbar nahe.

WSC II: Sonnen/Schürmann 1:0, Sonnen 3:0, Schürmann 2:0, Klein 1:1, T. Kamphues 2:0.

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