U14-Hockey-Jungen des TVW nach „Gänsehaut“-Spiel WM-Vierter

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Werne. Ausgerechnet vor dem „Finale“ der Hallensaison hatte die männliche U14-Hockeyjugend des TV Werne eine Erkältungswelle erwischt. Mit Finn-Luca Biermann, Leo Meinke, Simon Christ und Bent Löcke mussten vier Jungs bei den Westfalenmeisterschaften krankheitsbedingt passen.

Und während des Turniers am Samstag kam es noch dicker für die Schützlinge von Sören Biermann, die sich in den Qualifikationsturnieren so bravourös geschlagen hatten. Torhüter Henri Karb konnte nach dem ersten von vier Spielen auch nicht mehr weiterspielen. Henrik Haselhoff machte angeschlagen weiter, nachdem er von einem Schläger im Gesicht getroffen war.

Mit Ersatz aus der U12, ohne mehrere absolute Leistungsträger, nach Henri Karbs Ausfall ohne gelernten Keeper und ohne Auswechseloption, zwischenzeitlich sogar in Unterzahl – und das alles ausgerechnet in den Duellen mit den Top-Teams der Saison, die weitgehend in doppelter Mannschaftsstärke vor Ort waren: Da konnte es nur um Schadensbegrenzung gehen. Und darum, die eingeschränkte Leistungsfähigkeit mit Einsatz und Teamgeist wettzumachen.

Schon im Vorfeld als stärkste Teams bei dieser Endrunde eingeschätzt, machten Oelde und Bielefeld den Titel unter sich aus. Bielefeld setzte sich im direkten Duell im letzten Spiel des Tages mit 2:0 durch.

Die Werner wären gegen beide Teams wohl ohnehin nur Außenseiter gewesen. Arg dezimiert, waren sie gegen die Titelaspiranten chancenlos (0:6 gegen Oelde, 0:7 gegen Bielefeld). Und als auch Spiel drei gegen Gastgeber Iserlohn mit 0:9 verloren ging, schien der letzte Platz für den TV-Nachwuchs reserviert. Zumal es im letzten Spiel des Tages gegen Buer ging, das einzige Team, das Westfalenmeister Bielefeld ein Unentschieden abringen konnte.

Die Mannschaft von Trainer Sören Biermann belegte den vierten Platz.

Was dann geschah, war für die mitgereisten Eltern und sicher auch für die Spieler selbst ein „Gänsehaut“-Spiel: Der TV musste dafür ein zweites Mal im Tor wechseln: Henrik Haselhoff, der angeschlagen kaum mehr laufen konnte, ging zwischen die Pfosten, Moritz Hübscher, der Stammkeeper Henri Karb zuvor ordentlich vertreten hatte, durfte wieder in den Sturm. Dieser Tausch war am Ende Gold wert für den TV.

Henrik Haselhoff hielt hinten alles, was auf den Kasten kam – als hätte er nie etwas anderes gemacht. Und Moritz Hübscher gelang auf der anderen Seite nach einer tollen Energieleistung der 1:0-Führungstreffer. Als Nannic Lüttmann nach einer Strafecke sogar noch auf 2:0 stellte, war die faustdicke Überraschung perfekt.

Und so durften sich die tapferen Werner am Ende feiern lassen. Bei der Siegerehrung gab es für sie und ihren vierten Platz nicht weniger Applaus als für das Siegerteam. Auch wenn es für einen Platz unter den Top Drei diesmal natürlich nicht reichen konnte.

TV Werne: Henri Karb – Nannic Lüttmann (1), Julian Haag, Maxim Schloss, August Glitz-Ehringhausen, Mortiz Hübscher (1), Henrik Haselhoff.

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