Werner SC wacht zu spät auf

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Werne. Der Werner SC musste sich bei der Ibbenbürener SpVg mit 3:5 (1:2) geschlagen geben – ein Ergebnis, das schmerzt und die Mannschaft spürbar aus ihrer Komfortzone schiebt. Die Tabelle rückt eng zusammen, nur sieben Punkte trennen Platz 1 von Platz 13. Mit 22 Punkten steht der WSC nun auf Rang 9 – ein Platz, der sich plötzlich weniger sicher anfühlt.

Kaum hatte der Schiedsrichter angepfiffen, erwischte eine eiskalte Dusche die Gäste aus Werne. Ibbenbürens Daniel Kammerzell dribbelte sich in beeindruckender Manier durch vier WSC-Spieler und jagte den Ball unter die Latte – ein frühes 0:1, das wie ein Stich wirkte. Doch der WSC antwortete sofort. Nur zwei Minuten später, nach einem Eckball, wuchtete Leon Becker den Ball zum Ausgleich ins Netz. Hoffnung keimte auf.

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Aber dann der nächste Rückschlag: Ein Missverständnis zwischen Abwehrchef Zoran Martinovic und Torhüter Henrik Pollak brachte erneut Kammerzell ins Spiel, der eiskalt zum 1:2 aus WSC-Sicht einschob. Und als wäre das nicht genug, musste Steffen Happe in der 35. Minute nach einem harten Zusammenprall mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden – ein weiterer Tiefschlag.

Nach der Pause wollte der WSC eigentlich angreifen und das Ruder herumreißen – doch stattdessen traf der nächste Schock mitten ins Herz. „Wir wollten eigentlich Vollgas geben und kriegen dann drei richtig unnötige Tore, weil wir auch nicht in den Zweikämpfen sind“, sagte Trainer Pascal Harder sichtlich enttäuscht. Kammerzell mit seinem dritten Treffer (49.) und zweimal Maximilian Pelle (62. und 73.) machten das drohende Debakel perfekt.

Trainer Pascal Harder konnte nicht zufrieden sein mit dem Spiel seiner Mannschaft in Ibbenbüren.  Archivfoto: MSW
Trainer Pascal Harder konnte nicht zufrieden sein mit dem Spiel seiner Mannschaft in Ibbenbüren. Archivfoto: MSW

Erst als die Partie verloren schien, erwachte der Kampfgeist der Werner. Mit neuer Energie brachte der eingewechselte Finn Drücker den Ball zweimal über die Linie (78. und 88.) und schenkte seiner Mannschaft zumindest ein kleines Stück Hoffnung zurück. „Wir waren sogar am vierten dran“, so Harder. „Aber wir haben den Hebel leider zu spät umgelegt. Die Zeit reichte einfach nicht mehr.“

Am Sonntag, 30. November, wartet bereits die nächste Herausforderung: Auswärts beim Tabellendritten SV Burgsteinfurt. Eine Chance, es besser zu machen.            

WSC: Henrik Pollak – Marvin Stöver, Zoran Martinovic, Steffen Happe (ab 35. Eftal Calikbasi), Henry Poggenpohl, Colin Lachowicz, Leon Becker, Jason Jäger, Henrik Warnecke (ab 62. Chris Thannheiser), Moataz Barakat Omar (ab 62. Finn Drücker), Jannik Prinz

Tore: 1:0 Daniel Kammerzell (5.), 1:1 Leon Becker (7.), 2:1 Kammerzell (16.), 3:1 Kammerzell (49.), 4:1 Maximilian Pelle (62.), 5:1 Pelle (73.), 5:2 Finn Drücker (78.), 5:3 Drücker (88.)

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