Leichtathletik-Talente aus Werne lassen bei Hallen-WM aufhorchen

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Werne. Zwei Titel und zehn Treppchenplätze – das ist die stolze Bilanz der TV Werne Leichtathleten an Tag zwei und Tag drei der diesjährigen Westfälischen Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle.

Wie auch am vorherigen Wochenende konnte Carlo Zaccheddu in der Klasse M15 glänzen. Über 60m Hürden war ihm der Sieg nicht zu nehmen. In einer Zeit von 8,62 Sekunden (Vorlauf 8,60sec) lief er ins Ziel. Mit dieser Zeit liegt er aktuell auf Platz acht in der deutschen Bestenliste seiner Altersklasse. Im anschließenden Weitsprung sprang er eine neue Bestweite von 5,41m und wurde damit Vierter. Auch beim Stabhochsprung lief es bestens für den junger Werner. Mit übersprungenen 3,00m wurde er Dritter. 

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Überragend präsentierte sich an diesem Wochenende Maja Bolinger. Die für den TV Werne startende Sprinterin aus Soest gewann die 200m souverän in erstklassigen 24,77s. Mit dieser Zeit rückte sie auf Platz vier der DLV Bestenliste U18 vor und setzte gleichzeitig ein Ausrufezeichen in Richtung Deutsche U20 Jugendmeisterschaften in drei Wochen in Sindelfingen, wo sie neben den 60 Metern auch über die 200m ambitioniert an den Start gehen wird. Ebenso Platz vier beim DLV bedeuteten die 8,60 Sekunden im 60m Hürden Finale. Hier musste sich Bolinger allerdings hauchdünn der starken Gladbeckerin Thalia Rabe geschlagen geben.

Maja Bolinger, Neuzugang aus Soest, gewann souverän über 200 Meter.

Der 13-jährige Allrounder Leonas Czeranka konnte sich gleich über drei Podestplätze freuen. Über 60m Hürden musste er sich in neuer persönlicher Bestzeit von 9,66sec nur dem Sieger aus Soest, Michel Bottin, geschlagen geben und wurde Vizemeister. Mit 5,23m im Weitsprung verbesserte er seine Bestleistung um 30cm und wurde Dritter. Leonas trainiert wie sein Teamkollege Carlo Zaccheddu seit einiger Zeit in Münster bei Stabhochsprungtrainerin Silke Spiegelburg. Dass sich das Training dort auszahlt, zeigten übersprungene 2,70m, mit denen er ebenfalls Bronze holte. 

Im männlichen U18-Bereich gefiel Konstantin Meermann mit neuer persönlicher Bestleistung (PB) von 1,78m und Platz vier im Hochsprung. Der vierte Rang ging auch an Tim Gaide über die 400m der MU20. Christoph Ealden zeigte im Kugelstoßen deutliche Fortschritte. Er wurde mit 11,14m Fünfter.

Greta Lindenblatt steigerte sich auf 9,83s über die 60m Hürden und freute sich über Platz sechs in der W14 Klasse. 10,18s von Teamkollegin Theresa Hols über dieselbe Strecke, sowie 9,51 Sekunden von U18 Mehrkämpferin Merle Marie Neumann (Platz 9), 9,56 Sekunden von Isabelle Fernholz (Platz 15) in der U18-Klasse unterstrichen, dass die technisch anspruchsvolle Kurzhürdenstrecke eine der Paradedisziplinen beim TV Werne darstellt und im Landesverband Westfalen seines Gleichen sucht.

Felix Mondry in der Endphase der 3.000 Meter – er holte die Bronzemedaille.

Ein ganz starkes Rennen lief Felix Mondry del Olmo über die 300m Distanz. Für die 15 Runden in der Halle benötigte er nur 10:10,48 Minuten und holte damit sensationell die Bronzemedaille.

Auch an dem Erfolg der 3×1.000 m Staffel hatte er großen Anteil. Zusammen mit seinem Teamkollegen Felix Uhlig und Startläufer Jakob Zahedi aus Werl erliefen sich die Drei die Vizemeisterschaft in 9:22,10 Minuten. 

Das hervoragende Gesamtbild komplettierten weitere PB’s und gute Leistungen von Clara Dietrich und Johanna Czeranka über 60m der WU20, Ole Herick über 200m MU18, Merle Marie Neumann mit 5,00m im Weitsprung und 26,41s über 200m (jeweils Platz 9) und Amelie Langanke über 200m.

Die deutsche Stanhochsprung-Rekordhalterin Silke Spiegelburg bei der Analyse des Sprungs mit Leonas Czeranka.

Bei den abschließenden 4x200m Staffeln traten insbesondere die neu gebildeten Startgemeinschaften in den Vordergrund. Die männliche U16-Startgemeinschaft Werne-Werl musste sich mit nur 9/100stel Sekunden hinter der siegreichen LG Olympia Dortmund mit Platz zwei begnügen, war aber dennoch mit ihren Leistungen sehr zufrieden. 

Rang vier ging an die männliche U20 StG. Kamen-Werne mit 1:35,09 min. Mit dieser Zeit näherte sich das Quartett dem angepeilten Saisonziel von 1:34,50 Minuten, was gleichzeitig die Qualifikationsnorm zu den Deutschen Hallenmeisterschaften bedeuten würde. Eine weitere Chance soll am kommenden Wochenende in Bielefeld genutzt werden.

Die mitfavorisierte weibliche U20-Staffel verpatzte den ersten Wechsel und musste disqualifiziert werden.

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