Triathlon in Bocholt: Generalprobe für Kräher und Saisonauftakt der Damen

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Werne. Der Werner Wasserfreund Thorsten „Lütten“ Kräher startete am vergangenen Sonntag beim 37. Aasee Triathlon in Bocholt über die Mitteldistanz. Bei seinem siebten Start in Bocholt seit 2015 stand dabei nicht die Jagd nach Bestzeiten im Vordergrund. Für Kräher ging es vielmehr um eine Generalprobe für den in zwei Wochen anstehenden Ironman in Frankfurt.

Die selbst auferlegte Zielvorgabe für Frankfurt lautete ein Schnitt von knapp unter 2 Minuten pro 100 m beim Schwimmen, 150 Watt auf dem Rad sowie ein Pace knapp unter 6 Minuten pro Kilometer auf der Laufstrecke.

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Kräher beendete die erste Disziplin mit einem Schnitt von 2:06 Minuten pro 100m – langsamer als geplant, aber trotzdem zufrieden. Auf den ersten 500 Metern verlor der Wasserfreund aufgrund des ungeliebten Massenstarts von 250 Teilnehmern, der kalten Wassertemperatur von 18,9 Grad und des ersten Schwimmens in einem See in diesem Jahr sehr viel Zeit. Die restlichen 1400m, ein zunehmend entspannter Rhythmus sowie die veränderten Bedingungen in Frankfurt mit einem „Rolling Start“ und deutlich wärmeren Wassertemperaturen lassen jedoch auf einen besseren Schnitt hoffen.

Die 92 Kilometer auf dem Rad verliefen für Kräher dagegen nahezu perfekt. Drei Runden auf der Wendepunktstrecke über eine Bundesstraße wurden zu einem Spiel mit den starken Windböen zwischen 40 und 50 km/h. Ostwärts mit Rückenwind und westwärts mit Gegenwind fuhr Kräher konstant mit einem Schnitt von 151 Watt.

Der abschließende Halbmarathon und der Wechsel vom Rad aufs Laufen offenbarten das einzige Problem des Tages: „Nach den 40 km/h auf dem Rad fühlt sich jeder Lauf langsam an. Dann schaust du bei Kilometer 1 auf die Uhr und da steht plötzlich, du läufst unter fünf Minuten los!“ Trotz bewusstem Einbremsen lief Kräher die ersten Kilometer in einem Schnitt von 5:10 min/km. Nach den acht Runden überquerte er die Ziellinie mit einem Gesamtschnitt von 5:19 min/km. „Ich muss die Pace beim Lauf besser kontrollieren, sonst gehe ich in Frankfurt bei über 30 Grad sehr schnell gnadenlos hoch!“, resümierte der Wasserfreund.

Kräher beendete seine Generalprobe erfolgreich und zufrieden nach 5 Stunden und 13 Minuten.

Die TV Werne Wasserfreundinnen waren zufrieden (von links): Franziska Oelze, Adriane Koch und Fabienne Hof.

Starker Saisonauftakt für die Damen der TV Werne Wasserfreunde in Bocholt

Parallel zum Rennen von Kräher startete auch die Damenmannschaft der Werner Wasserfreunde in die neue Oberliga-Saison. Für das Team standen mit Adriane Koch, Fabienne Hof und Franziska Oelze drei Athletinnen stellvertretend für die insgesamt acht Starterinnen im Aufgebot.

Beim Sprinttriathlon über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen war der Auftakt direkt ein Härtetest. Geschwommen wurde – wie bei allen Wettbewerben in Bocholt – im Aasee, bevor es auf die Radstrecke ging, die sich vor allem durch kräftigen Wind anspruchsvoll gestaltete.

In einem starken Feld von 99 Starterinnen platzierten sich die Werner Damen im hinteren Mittelfeld, zeigten dabei jedoch eine geschlossene und solide Mannschaftsleistung. Trotz der schwierigen Bedingungen überwog im Team die Zufriedenheit mit dem ersten Wettkampf der neuen Saison.

Ein besonderes Highlight lieferte Franziska Oelze, die ihren ersten Triathlon gut ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter absolvierte. Im Ziel wurde sie strahlend von der Kleinen empfangen – ein emotionaler Moment zum Saisonauftakt.

Bereits jetzt richtet sich der Blick nach vorne: In drei Wochen steht der nächste Wettkampf in Saerbeck auf dem Programm, bei dem die Mannschaft in ihrem zweiten Rennen in der Oberliga an den Start gehen wird.

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