Werne. Am Freitagabend startete auch die Bezirksligamannschaft des TTC Werne in die Spielzeit 2026/2027. Wie vor einem Jahr war der VfB 08 Lünen, der den mit Abstand stärksten Spieler der Liga, Sven Berger (derzeit 1.760 TTR-Punkte), in seinen Reihen hat, der erste Gegner des TTC.
2. Bezirksliga 4: VfB 08 Lünen – TTC Werne 7:3 (22:10)
Die Vorzeichen für die Gäste waren somit klar: Man war in der Außenseiterrolle, wollte sich aber an den fremden Tischen so gut wie möglich verkaufen und versuchen, mindestens einen Spielgewinn mehr zu erzielen als in der vergangenen Saison. Denn da war das Team um Mannschaftskapitän Martin Brocke den Lünern zweimal mit 2:8 unterlegen und kassierte somit insgesamt 0:8 Punkte.
Dass Michael Jankord nach einem Arbeitsunfall verletzungsbedingt fehlte, machte es für das TTC-Quartett gegen die komplett antretenden Lüner Gastgeber nicht eben leichter, zumal diese an den Positionen 1 bis 3 stärker als die Gäste aus Werne einzuschätzen waren. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, mussten also mindestens ein Sieg im Doppel und anschließend zwei Siege in den Einzeln her.
Diese Planung ging in den Doppeln tatsächlich auf. Sascha Fetting und Katharina Schwirten verloren ihr Doppel gegen die beiden Spitzenspieler des VfB, Sven Berger und Martin Wertessen, zwar glatt in drei Sätzen (7:11, 4:11, 9:11), Martin Brocke und der als Ersatzmann eingesprungene Axel Brocke sorgten aber in einem umkämpften Match gegen Marcel Amanat und Philipp Juretzky für den Ausgleich (11:5, 9:11, 14:12, 15:13). Dabei gelang ihnen das Kunststück, den dritten Satz nach einem 0:5-Rückstand doch noch knapp zu gewinnen und in Durchgang vier beim Stand von 8:10 (nach vorheriger 8:4-Führung!) zwei Satzbälle abzuwehren.
Am oberen Paarkreuz musste Sascha Fetting die Überlegenheit von Sven Berger ebenso anerkennen (6:11, 6:11, 4:11) wie Martin Brocke die von Martin Wertessen (7:11, 9:11, 11:2, 8:11). Dabei wäre für Brocke im vierten Satz sogar wesentlich mehr möglich gewesen, aber es gelang ihm nicht, einen 8:6-Vorsprung in einen Satzgewinn umzumünzen.
Am unteren Paarkreuz war Axel Brocke erwartungsgemäß chancenlos gegen den Abwehrspezialisten Marcel Amanat (5:11, 4:11, 8:11). Die Hoffnungen der Gäste, einen Punkt mit nach Werne nehmen zu können, keimten aber wieder auf, als Katharina Schwirten die Nr. 4 der Gastgeber, Philipp Juretzky, mit 3:0 besiegte (11:7, 11:6, 13:11). Sie strapazierte im dritten Satz jedoch die Nerven ihrer Mitspieler über Gebühr, als sie nach einer 10:3-Führung sieben Matchbälle nicht nutzte und ihr Kontrahent noch mal zum 10:10 ausgleichen konnte.
Beim Zwischenstand von 2:4 aus TTC-Sicht ging es nun in den zweiten Einzeldurchgang, in dem der VfB Lünen seine Führung allerdings souverän auf 7:2 ausbaute. Martin Brocke, der Sven Berger vor einem Jahr noch überraschend besiegt hatte, unterlag diesmal in drei Sätzen (8:11, 2:11, 9:11). Und auch weder Sascha Fetting (3:11, 3:11, 5:11 gegen Martin Wertessen) noch Katharina Schwirten (3:11, 6:11, 5:11 gegen Marcel Amanat) hatten in der Folge die Chance auf einen Satzgewinn.
Im letzten Spiel des Abends standen sich Axel Brocke und Philipp Juretzky gegenüber. Brocke hatte es nun in der Hand, den im Vorfeld angestrebten dritten Spielgewinn für sein Team sicherzustellen. Da er Juretzky vor anderthalb Jahren schon einmal deutlich hatte schlagen können, ging er recht optimistisch in das Match. Und es klappte auch diesmal, denn die Lüner Nr. 4 kam erneut mit Brockes Aufschlägen und seiner druckvollen Rückhand nicht zurecht, sodass Brocke in drei Sätzen siegte und seinem Team zu 1:3 Punkten verhalf.
Das nächste Meisterschaftsspiel bestreitet der TTC Werne in zwei Wochen an eigenen Tischen gegen die 2. Mannschaft des Werner SC. Damit findet nach dem Lokalderby in der 4. Bezirksklasse am Freitag in einer Woche auch in der 2. Bezirksliga das Derby der beiden Werner Vereine in der 2. Bezirksliga schon früh im Saisonverlauf statt.
TTC Werne: Sascha Fetting/Katharina Schwirten 0:1, Martin Brocke/Axel Brocke 1:0; Martin Brocke 0:2, Sascha Fetting 0:2, Katharina Schwirten 1:1, Axel Brocke 1:1





















