TV-Damen ziehen davon – jetzt wartet das Spitzenspiel in Soest

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Werne. Mit einem starken Zwischenspurt vor der Pause haben die Handballerinnen des TV Werne den Grundstein für einen deutlichen Heimsieg gegen den TV Arnsberg gelegt. Trainer Ingo Wagner lobte beim Erfolg in der Linderthalle vor allem den Angriff. In der Abwehr sieht er dagegen noch Verbesserungsbedarf – zumal schon am Freitag das Spitzenspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer HSG Soest ansteht.

Frauen-Verbandsliga: TV Werne – TV Arnsberg 43:30 (25:13)

„Wir haben uns in den ersten 20 Minuten doch schwergetan“, erklärte Wagner. Vor allem im Innenblock habe es Abstimmungsprobleme gegeben. Die Wernerinnen lagen zwar von Beginn an vorne, konnten sich zunächst aber nicht entscheidend absetzen. In einer Auszeit korrigierte der Trainer die Abwehrarbeit. Danach bekam seine Mannschaft die Begegnung zunehmend in den Griff.

Besonders die Schlussphase der ersten Halbzeit gab dem Spiel eine klare Richtung: Vom 17:12 in der 22. Minute setzte sich der TV bis zur Pause auf 25:13 ab. Für Wagner war diese Phase ausschlaggebend für den Sieg. Im Angriff fand seine Mannschaft immer wieder gute Lösungen und erspielte sich bereits vor dem Seitenwechsel ein deutliches Polster.

Nach der Pause nutzte Wagner die Gelegenheit, einiges auszuprobieren. Zunächst bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung weiter aus, beim 30:15 war der Abstand auf 15 Tore angewachsen. Allerdings musste Werne anschließend ohne Jette Müller auskommen: Die Spielerin aus dem Innenblock sah in der 42. Minute die Rote Karte. Am klaren Ausgang änderte das nichts mehr. Wagner sprach insgesamt von einem guten Spiel, vor allem offensiv sei seine Mannschaft der Aufgabe sehr ordentlich gerecht geworden.

Jette Müller traf vor ihrer Roten Karte fünfmal.

Um während der Herbstferien im Rhythmus zu bleiben, hatte Werne zuvor kurzfristig ein Auswärtstestspiel beim VfL Brambauer eingeschoben. Nun folgt bereits am Freitag, 6. November, um 18 Uhr die nächste Bewährungsprobe: In der Dülberg-Halle treten die Wernerinnen bei der HSG Soest an.

Wagner erwartet dort eine schnelle Mannschaft, die viel über das Tempo kommt und im Rückraum immer wieder den Weg in die Tiefe und ins Eins-gegen-eins sucht. Entsprechend wichtig seien eine stabile Deckung und eine gute Rückwärtsbewegung. Im eigenen Angriff fordert der Coach möglichst wenige technische Fehler und konsequente Abschlüsse.

„Wenn wir die Dinger vorne reinschießen, nehmen wir denen schon mal ein bisschen ihre Stärke vom Tempospiel“, betonte Wagner. Sichere Angriffe sollen damit zugleich helfen, die schnellen Gegenstöße des Spitzenreiters zu begrenzen.

TV Werne: Sophia Böcker – Sara Strauß 1, Hannah Schmiegel 1, Lili Weischer 1, Jana Brannekämper 10, Sonja Plotek 4, Myriam Hins 3, Jana Meyer 3, Lena Jost 1, Martha Wegemann 9/1, Larissa Lessing 1, Jana Schindelbauer 4, Melina Menzel, Lena Mette, Jette Müller 5

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