Werne. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch der Knoten ist geplatzt: Mit einer leidenschaftlichen Defensivleistung erkämpfte sich der Werner SC beim Tabellennachbarn ASK Ahlen ein 0:0-Unentschieden. Nach drei bitteren Niederlagen in Folge sicherten sich die Blau-Roten damit einen psychologisch wertvollen Zähler im Kampf um die Tabellenplätze.
Dabei sah es zu Beginn kaum nach einem Erfolgserlebnis aus. Die Gastgeber aus Ahlen dominierten die Anfangsphase, ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und setzten den WSC unter Druck. Werne agierte ideenlos, versuchte es fast ausschließlich mit langen Bällen – ein Rezept, das WSC-Coach Pascal Harder zur Weißglut trieb: „Da haben wir zu lethargisch gespielt, so nach der ‚Das-machen-wir-schon-irgendwie‘-Mentalität. Das hat mir nicht gefallen“, schimpfte der Trainer.
Dass es zur Pause noch 0:0 stand, war vor allem einem Mann zu verdanken: Henrik Pollak. Der WSC-Schlussmann bewies zweimal seine Extraklasse und verhinderte mit glänzenden Reflexen gegen die individuell starken Ahlener den Rückstand. Doch auch Werne blitzte offensiv kurz auf, scheiterte jedoch am ebenso wachen Torhüter der Hausherren.

Harders Wechsel bringen die Wende
Pascal Harder reagierte früh auf die mangelnde Griffigkeit seines Teams. Bereits nach 30 Minuten kam Emre Hamut für Jason Jäger; nach dem Seitenwechsel brachten Marvin Stöver und Johannes Schwenniger neuen Schwung. Die taktischen Umstellungen fruchteten sofort: Der WSC biss sich förmlich in die Partie. Die Zweikämpfe wurden verbissener, das Spieltempo nahm deutlich zu.
Zwar blieb der ASK Ahlen optisch leicht überlegen, doch Werne lauerte nun brandgefährlich auf Konter. Mirac Sahin und Marvin Stöver hatten den Führungstreffer auf dem Fuß, ließen die Chancen jedoch liegen. Am Ende blieb es beim torlosen Remis, das sich für Werne aufgrund der Leistungssteigerung fast wie ein kleiner Sieg anfühlte.
„Wir waren nah dran am Sieg, aber Ahlen hatte ebenfalls Chancen, sodass das Unentschieden in Ordnung geht“, resümierte Harder nach dem Abpfiff zufrieden. Ein Sonderlob gab es vom Coach für den unermüdlichen Mirac Sahin, der bis zur letzten Minute rackerte.
Mit diesem Rückenwind blickt der Werner SC nun nach vorne: Am kommenden Sonntag, 29. März, empfängt das Team um 15 Uhr im heimischen Lindert die Mannschaft von Rot-Weiß Deuten.
WSC: Henrik Pollak – Zoran Martinovic, Nico Holtmann, Henry Poggenpohl (ab 58. Jonas Thorsten Hahn, ab 73. Lukas Nattler), Tim Abdinghoff (ab 46. Marvin Stöver), Leon Becker, Jason Jäger (ab 32. Emre Hamut), Mirac Sahin, Colin Lachowicz, Henrik Warnecke (ab 46. Johannes Schwenniger), Finn Drücker
Tore: Fehlanzeige






















