Fünf Punkte fehlten – Traum von der Bundesliga geplatzt

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Werne. Für Charlotte Brand von den LippeBaskets Werne endete ein intensives und ereignisreiches Wochenende mit einer großen Enttäuschung. Die 14-jährige Basketballspielerin verpasste mit den Metropolitain Girls (Citybaskets Recklinghausen) die Qualifikation für die Weibliche Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) denkbar knapp – am Ende fehlten lediglich fünf Punkte.

Die WNBL ist die höchste deutsche Basketballliga für Spielerinnen unter 18 Jahren und gilt als wichtigste Nachwuchsplattform des Landes im weiblichen Bereich.

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Charlotte Brand erlernte den Basketballsport bei den LippeBaskets Werne und entwickelte sich dort zu einer der vielversprechendsten Spielerinnen ihres Jahrgangs. Zweieinhalb Jahre gehörte sie dem NRW-Landeskader des Jahrgangs 2011 an und nahm am Sichtungsturnier „Perspektive für Talente“ teil. In der letzten Saison war sie zudem eine der besten Scorerin der 1. Regionalliga – der höchsten Spielklasse Nordrhein-Westfalens.

Der nächste Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung sollte die WNBL sein. Deshalb schloss sich die junge Korbjägerin den Metropolitain Girls in Recklinghausen an, einem leistungsorientierten Förderprojekt für weibliche Nachwuchstalente. Für die neue Saison 2026/2027 wurde sie in den 17-köpfigen Kader aufgenommen.

Zur Vorbereitung auf das Qualifikationsturnier absolvierte das Team ein zwölfwöchiges Intensivprogramm. Vier Trainingseinheiten pro Woche mit jeweils rund fünf Stunden standen auf dem Plan. Neben Basketballtechniken wurden Kraft, Ausdauer, Athletik und Performance gezielt trainiert. Darüber hinaus bestritten die Metropolitain Girls mehrere Testspiele – unter anderem gegen U21-Mannschaften aus den Niederlanden, ein WNBL-Team aus Oldenburg sowie die Damenmannschaft der NewBaskets Oberhausen.

Charlotte Brand (3. von links) ist Leistungsträgerin der Metropolitain Girls (Citybaskets Recklinghausen).

Obwohl Charlotte Brand zu den jüngsten Spielerinnen im Kader gehörte, entwickelte sie sich in kurzer Zeit zur Stammspielerin. Das Trainerteam schenkte ihr großes Vertrauen und setzte sie sowohl in allen Testspielen als auch während des gesamten Qualifikationsturniers ein. Sie gehörte trotz ihres jungen Alters zu den Spielerinnen mit den meisten Einsatzzeiten.

Sportlich begann das Turnier vielversprechend. Zum Auftakt feierten die Gastgeberinnen einen hart erarbeiteten, aber letztlich ungefährdeten 46:38-Sieg gegen die TG Neuss. Am Nachmittag folgte ein souveräner 73:35-Erfolg gegen die Bergischen Löwen.

Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, um am zweiten Turniertag gegen die beiden Mitfavoriten aus Bielefeld und Bochum anzutreten. Im Duell mit dem TSVE Bielefeld lagen die Metropolitain Girls zunächst zurück, brachten den Gegner jedoch mit einer starken Zonenverteidigung aus dem Rhythmus. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend und musste in der Verlängerung entschieden werden. Ein Dreipunktewurf zum 43:40-Endstand sorgte für großen Jubel.

Somit kam es im letzten Turnierspiel zum entscheidenden Duell gegen die Astro Stars aus Bochum. Als einziges bis dahin ungeschlagenes Team hätte den Metropolitain Girls sogar eine Niederlage mit bis zu vier Punkten Differenz gereicht, um sich im direkten Vergleich für die WNBL zu qualifizieren.

Zunächst lief alles nach Plan. Beim Stand von 16:9 hatten die Gastgeberinnen das Spiel unter Kontrolle. Doch Bochum kämpfte sich zurück, drehte die Partie und ging bereits zur Halbzeit mit neun Punkten in Führung. Trotz großem Einsatz gelang es den Metropolitain Girls im zweiten Durchgang nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Bochum verteidigte konsequent und ließ kaum Fehler zu, so dass dieses Spiel mit 45:54 verloren ging.

Am Ende herrschte große Enttäuschung bei Spielerinnen, Trainerteam, Eltern und Fans. Im direkten Vergleich dreier punktgleicher Mannschaften verpassten die Metropolitain Girls die Qualifikation für die WNBL um lediglich fünf Punkte – eine denkbar knappe Entscheidung nach Wochen intensiver Vorbereitung und großem Einsatz.

Für Charlotte Brand richtet sich der Blick dennoch bereits nach vorne. In der neuen Saison 2026/2027 wird sie in Recklinghausen bleiben und für die dortige U16-Mannschaft der Citybaskets auflaufen. Das große Ziel lautet nun, die Westdeutsche Meisterschaft zu gewinnen und sich damit für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

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