Mittwoch, Januar 28, 2026

Freispruch für Eintracht-Kapitän Enes Akyüz vor dem Sportgericht

Anzeige

Werne. Einen „Freispruch erster Klasse“ erhielt Eintracht-Kapitän Enes Akyüz am Donnerstag (14.09.2023) vor dem Sportgericht. Bekanntlich soll er den Schiedsrichter beleidigt haben. Der betroffene Unparteiische, Rachid Kaichouh, blieb der mündlichen Verhandlung fern.

Am 3. September steuerte der Fußball-Kreisligist einem ungefährdeten Heimsieg gegen SVE Heessen II entgegen, als die längst entschiedene und sehr fair geführte Partie eskalierte.

- Advertisement -

Was war passiert?

Kapitän Enes Ayküz, der nach einem üblen Foul ausgewechselt werden musste und fortan Trainer Aykut Kocabas (Urlaub) an der Seitenlinie vertrat, lieferte sich 15 Minuten vor dem Abpfiff ein eher harmloses Wortgefecht mit dem Schiedsrichter, nachdem Eintracht-Angreifer Santino Benning behandelt werden wollte, der Referee ihn aber aufforderte, das Spielfeld zu verlassen, um die Partie fortsetzen zu können.

Völlig überraschend griff der Unparteiische dann in die Gesäßtasche, fragte Akyüz nach seinem Namen, der daraufhin schnippisch „Rainer Fiebig“ (Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.) antwortete. Konsequenz: „Rot“ für den Coach, der zuvor schon auf dem Platz die Gelbe Karte gesehen hatte.

Nach dem Schlusspfiff behauptete der Schiedsrichter gegenüber Eintracht-Offiziellen, er sei von Akyüz als „Affe“ beleidigt worden.

Marco Küster verteidigt Enes Akyüz

Eintracht Wernes Schiedsrichter und Vorstandsmitglied Marco Küster trat als Verteidiger auf und hatte vier Zeugen benannt: Geschäftsführer Sascha Hilmer, Spieler Benning, eine Betreuerin und einen Pressevertreter. Die drei letztgenannten verfolgten die Szene aus unmittelbarer Nähe. Ihre Aussagen, dass es keine Beleidigung gegeben habe, deckten sich und wiesen keine Widersprüche auf.

Michael Zahorodnyj vom Sportgericht des Fußballkreises Unna-Hamm vernahm die Zeugen getrennt voneinander. Nach rund 75 Minuten Verhandlungszeit erfolgte das Urteil: Freispruch für Enes Akyüz. „Wir glauben den Zeugen und damit dem Verein Eintracht Werne“, so Zahorodnyj kurz und knapp.

Somit ist Akyüz, nachdem er das Auswärtsspiel beim TuS Hamm wegen der Roten Karte verpasst hatte, am Sonntag (15 Uhr, Sportzentrum Dahl) gegen TuS Uentrop wieder spielberechtigt. Der Kapitän zeigte sich erleichtert und telefonierte sofort mit Trainer Aykut Kocabas. Die Verantwortlichen von Eintracht Werne fühlten sich bestätigt, eine mündliche Verhandlung in diesem Fall beantragt zu haben.

Denn: In den meisten ähnlich gelagerten Fällen schenkt die Spruchkammer eher dem neutralen Schiedsrichter Glauben und fällt Urteile gegen die Spieler. Sowohl Sportrichter als auch Zeugen konnten sich nicht erklären, warum der Schiedsrichter bei seiner Darstellung blieb. Die Möglichkeit, sich persönlich zu erklären, ließ er durch seine Abwesenheit ungenutzt.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Volleyball: U14 des Werner SC trumpft bei Quali-Runde auf

Werne. Im Volleyball stand die erste von zwei Qualifikationsrunden zur Westdeutschen Meisterschaft 2026 an. Der Werner SC war mit zwei Teams vertreten – vor...

Erinnern heißt Handeln: Schüler aus Werne setzen Zeichen der Erinnerung

Werne. Immer wieder taucht die leidige Debatte auf, ob es mit der Erinnerung an Auschwitz nicht endlich gut sei. Eine klare Absage erteilten junge...

LBW-Damen chancenlos gegen Barop – fünfte Niederlage in Folge

Werne. Die LippeBaskets-Damen sind auch im fünften Spiel hintereinander sieglos geblieben. Gegen den TV Barop waren die Schützlinge von Coach Cajus Cramer zwar lange...

FDP Werne: „Kräftiges Umsteuern beim städtischen Haushalt ab sofort notwendig“

Werne/Münster. Am vergangenen Wochenende traf sich die FDP-Fraktion Werne zu ihrer Klausurtagung im Alexianer-Hotel am Wasserturm in Münster. Darüber berichten die Liberalen in einer...