Stockum. Mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen ist der SV Stockum wieder stark in Abstiegsgefahr geraten. Nach einer guten ersten Halbzeit verloren die Grün-Weißen, die erstmals in dieser Saison eine Heimpartie im Sportzentrum Dahl austrugen
Kreisliga B1 (UN/HAM): SV Stockum – SpVg Bönen 1:3 (1:0)
Minutenlang redete SVS-Trainer Mohammed Amer nach dem Abpfiff noch auf den Schiedsrichter ein. Er reklamierte beim 1:1-Ausgleich der Gäste Abseits und konnte die Erklärung des Unparteiischen nicht nachvollziehen. Auch hätte Stockums Coach gerne einen Handelfmeter für seine Elf im ersten Durchgang gesehen.
Allerdings machten die Platzherren auch ohne einen möglichen Strafstoß ein gutes Spiel gegen die SpVg Bönen. Abdelaziz Habchi sorgte für die hochverdiente Führung.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste stärker. Berat Özgüc, ehemals Eintracht Werne, schoss den Ausgleich (50.) aus abseitsverdächtiger Position. Doch der Treffer zählte.

Der SV Stockum wachte wieder auf. Einen Freistoß von halblinks köpfte Khalid Barakhli an den Pfosten. Es blieb die letzte hochkarätige Chance für die Grün-Weißen, denn Bönen erarbeitete sich mehr Spielanteile – und hatte wieder Glück. Kurz vor dem Strafraum prallte der Ball einem Stockumer an die Hand. Freistoß für die SpVg. Fatih Cebar schoss platziert ins Torwarteck – 1:2 (83.). Wieder hatte „Mo“ Amer keinen gelernten Schlussmann im Kasten. Diesmal sprang Tobias Löbbecke ein, dem man aber keinen Vorwurf machen konnte.
Bis auf einen Fernschuss von Mohamed Al-Alal Mohamed, der gut zwei Meter am linken Pfosten vorbeiging, hatten die Gastgeber keine Ausgleichschance mehr. Berat Özgüc setzte in der Nachspielzeit zu einem Solo über 50 Meter an und schloss zum 1:3-Endstand (90.+1) sehenswert ab.
Am Sonntag, 8. November, muss der SV Stockum beim Tabellenvorletzten BV 09 Hamm wieder punkten, um nicht auf einem Abstiegsplatz abzurutschen. Nächste Woche an Allerheiligen (1. November) ist spielfrei.

Unverständnis herrschte bei den Verantwortlichen des SV Stockums über die vom Otto-Wendler-Fußballspiel zurückgebliebenen Pavillons, die dem Wind der letzten Stunden und Tage nicht standgehalten hatten und umgestürzt neben dem Kunstrasenplatz lagen. „Man wusste doch von der Sturmwarnung und dass am Sonntag Spielbetrieb ist“, ärgerte sich Günter Paschedag über die Verletzungsgefahr, die von den umgekippten Zelten ausging.

















