„Vogelwild“: Werner SC verliert Auftakt in Dorsten mit 4:6

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Werne. Der Werner SC hat die vorgezogene Eröffnung der Saison 26/27 in der Fußball-Landesliga (4) spektakulär verpatzt. In einem vogelwilden Spiel, gekennzeichnet von schwachen Abwehrleistungen auf beiden Seiten, verlor das Team von Pascal Harder am Freitagabend nach zweimaliger Führung mit 4:6 (1:1) beim SV Dorsten-Hardt.

„Gefühlt war von denen jeder Schuss drin“, ärgerte sich Routinier Jannik Prinz, „die haben ihre Chancen besser genutzt. Alles in allem haben wir kämpferisch ein gutes Spiel gemacht. Das 4:6 passt irgendwie nicht zum Spiel.“ Pascal Harder: „Das ist ärgerlich, aber unter dem Strich ist das 6:4 gerecht, weil wir einfach unsere Tore nicht machen. Abhaken, nächste Woche geht es weiter.“

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Der WSC eröffnete die Saison mit fünf Zugängen in der Startelf: Tom Kleimann, Jonas Woitaschek, Andre Wagner, Luis Dombrowski und Xavier Robert Osayande Ekimio bekamen im 4-2-3-1 das Vertrauen von Trainer Pascal Harder. Beide Mannschaften testeten zunächst mehr die Höhe und Länge des Platzes aus, statt nach spielerischen Lösungen zu suchen. Entsprechend hoch war die Zahl der Ballverluste auf beiden Seiten.

Andre Wagner besaß nach 18 Minuten die erste Chance für den WSC, schoss aus der Drehung aber etwa einen Meter über das Tor. Foto: Rainer Gudra
Andre Wagner besaß nach 18 Minuten die erste Chance für den WSC, schoss aus der Drehung aber etwa einen Meter über das Tor. Foto: Rainer Gudra

Ihre beste Phase vor der Pause hatten die Gäste zwischen der 18. und 25. Minute. Die erste gute Annäherung besaß der Werner SC, doch Andre Wagner schoss aus der Drehung um gut einen Meter über das Tor (18.). Wenig später zwang Marvin Stöver mit einem Schuss aus 25 Metern Torhüter Jonas Weeke zu einer Flugeinlage (21.), und keine 120 Sekunden danach sorgte Ekimio für den Premierentreffer, als er Weeke mit einem Schuss aus halbrechter Position keine Chance ließ.

Die Freude darüber währte allerdings nur fünf Minuten. Yasin Birli tauchte nach einem Konter frei vor Henrik Pollak auf, der keine Abwehrchance besaß: Von der Unterkante der Latte fand der Ball den Weg über die Linie (28.).

„Wir hätten vor der Pause sicher noch einen Treffer nachlegen können“, monierte Harder, freute sich aber über einen Traumstart nach dem Seitenwechsel: Ecke Woitaschek, Kopfball Dombrowski – doch das Tor zum 1:2 nach nicht einmal 120 Sekunden schockte die Gastgeber nicht. Im Gegenteil: Dorsten nutzte Probleme der Werner in der Mittelfeldzentrale und in der Abwehr zu drei Toren und stellte das Ergebnis innerhalb von zehn Minuten durch einen Doppelschlag von Yannick Goecke (49., 52.) sowie Evans Ankomah-Kissi (58.) auf 4:2. „Die beiden Gegentore nach dem 1:0 und dem 2:1 haben uns so ein bisschen das Genick gebrochen. Danach gingen die Köpfe runter. Da wirst du dann ein bisschen fickerig und kriegst die Dinger eingeschenkt“, meinte der WSC-Trainer, bemängelte aber auch das Umschalten in der Defensive: „Bei den Gegentreffern nach der Halbzeit haben wir schon Geschenke verteilt. Da bist du ein bisschen durch den Wind, willst nach vorne, spielst einen guten Ball, wirst aber abgefangen und kassierst die Tore, weil du entweder zu offensiv oder nicht bei der Sache bist.“

Dass Lukas Diericks in der 88. Minute aus gut 20 Metern den Ball unhaltbar aus 20 Metern zum 5:2 versenkte, entschied die Partie aber immer noch nicht: Luis Dombrowski und Alessandro Perighe verkürzten auf 4:5, und die Gastgeber hatten sogar Glück, dass Philipp Risthaus gegen Daniel Durkalic auf der Linie rettete. Erst ein von Leon Becker verursachter Foulelfmeter, von Goecke verwandelt, sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung. „Da wurde es ja auch für Dorsten noch einmal wild. Es war klar, dass die ihr Tempo nicht halten konnten, da haben sie noch mal ganz schön geschwommen“, meinte Harder.

Das nächste Pflichtspiel bestreitet die Mannschaft von Pascal Harder am kommenden Mittwoch, 12. August, in der ersten Runde um den Pokal des Fußballkreises Münster. Gastgeber ist C-Kreisligist DJK RW Milte (19.45 Uhr, Zur Bleiche, 48231 Warendorf). Am Sonntag, 16. August, folgt für den WSC die Heimpremiere der Saison 26/27 in der Landesliga (4) gegen den VfL Senden. Anstoß im Lindert ist um 15 Uhr.

Werner SC: Pollak – Stöver, Holtmann, Becker, Kleimann – Woitaschek (77. Durkalic), Warnecke – Prinz, L. Dombrowski, Wagner (61. Persighe) – Enakimio (75. Drücker)

Tore: 0:1 Enakimio (23.), 1:1 (28.) Birli, 1:2 (47.) L. Dombrowski, 2:2 (49.) Goecke, 3:2 (53.) Goecke, 4:2 (58.) Ankomah-Kissi, 5:2 (86.) Diericks, 5:3 (88.) Dombrowski, 5:4 (90.) Persighe, 6:4 (90.+4) Foulelfmeter Goecke

Bes. Vork.: Gelb-Rot Becker (90.+4) Foulspiel

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