Werne. Nicht die erste Saisonniederlage an sich, sondern vor allem deren Deutlichkeit ärgerte Ingo Wagner. Nach vier Siegen zum Auftakt mussten sich die Handballerinnen des TV Werne beim Lüner SV II klar geschlagen geben. Der Trainer bemängelte zu viele technische Fehler, fehlenden Mut im Angriff und eine zu passive Abwehr nach der Pause.
Frauen-Verbandsliga, Staffel 3: Lüner SV II – TV Werne 29:16 (14:7)
„Definitiv viel zu hoch für uns“, lautete Wagners Urteil über das Ergebnis. Dabei hatte seine Mannschaft nach Einschätzung des Trainers in der ersten Viertelstunde noch ordentlich mitgehalten und nur mit zwei Toren zurückgelegen. Anschließend häuften sich jedoch die technischen Fehler. Die Wernerinnen verloren im Angriff zu schnell den Ball und ermöglichten Lünen damit immer wieder Gegenstöße. Bis zur Halbzeit wuchs der Rückstand auf sieben Treffer an.
Für Wagner fehlte es im Angriff vor allem an Entschlossenheit. Seine Spielerinnen seien zu mutlos in die Zweikämpfe gegangen und hätten zu wenig Tiefe in ihr Spiel gebracht. Teilweise sei der Ball bereits nach zehn Sekunden wieder weg gewesen. So blieb der TV über die gesamte Partie bei lediglich 16 eigenen Treffern.
Auch defensiv fand Werne nach dem Seitenwechsel keine passende Antwort. Wagner kritisierte eine zu passive Deckung und vermisste die nötige Gegenwehr: „Wir haben den Kampf nicht angenommen.“ Lünen baute den Vorsprung weiter aus und gewann schließlich mit 13 Toren Unterschied.
Den gelungenen Saisonstart stellt die Niederlage für den Trainer dennoch nicht grundsätzlich infrage. Mit 8:2-Punkten nach fünf Spielen steht Werne weiterhin auf Rang drei. Eine Niederlage in Lünen sei möglich, machte Wagner deutlich. Sein Problem sei die Höhe des Ergebnisses.
Nun folgen zwei spielfreie Wochenenden, in denen die Mannschaft weiter regulär trainieren soll. Am Samstag, 31. Oktober, empfängt der TV Werne um 18 Uhr den TV Arnsberg in der Linderthalle. Für Wagner ist die Zielsetzung klar: Zu Hause will seine Mannschaft wieder beide Punkte holen.
TV Werne: Sophia Böcker – Lena Mette, Sara Strauß, Hannah Schmiegel, Lili Weischer, Jana Brannekaemper 3, Sonja Plotek 1, Myriam Hins, Lena Jost, Martha Wegemann 7/1, Jana Schindelbauer 4, Jana Meyer, Jette Müller 1.




















