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Barock und Rock im Kolpingsaal

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Werne. Eine ungewöhnliche Mischung können die Besucher des Sonderkonzerts der Musikfreunde Werne am Sonntag, 16. Januar 2022, ab 16 Uhr im Kolpingsaal Werne erleben: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und der Solist Daniel Sepec interpretieren die wohl berühmtesten Violinkonzerte des Barock, die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, sowie die größten Hits der Rock-Legende Jimi Hendrix.

Das Motto „The Purple Seasons“ deutet die Symbiose an, setzt sich der Titel doch aus Hendrix’ Song „Purple Haze“ und dem englischen Wort „season“ für Jahreszeiten zusammen.

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Spielen ohne Dirigent

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen gehört zu den international führenden Orchestern. Für ihre Einspielungen und das Zukunftslabor – ein Langzeit-Erziehungsprojekt mit der Gesamtschule Bremen-Ost – wurde das Orchester mit Preisen wie dem Echo oder Opus Klassik geehrt. Seit 2017 ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen eines der Residenzorchester der Elbphilharmonie Hamburg. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 der estnische Dirigent Paavo Järvi. Mit ihm spielte das Orchester drei große Zyklen von Beethoven, Schumann und Brahms ein.

Eine Besonderheit des Orchesters ist das Spielen ohne Dirigent. Das wird in Werne am 16. Januar zu hören sein: Dann übernimmt Daniel Sepec in seiner Eigenschaft als Konzertmeister die Leitung und gleichzeitig die anspruchsvolle Aufgabe des Solisten. Sepec ist Violinist und seit 1993 Mitglied des Orchesters. Er wirkte außerdem lange Zeit als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit. Als Solist trat er unter anderem mit der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood und der Wiener Akademie unter Martin Haselböck auf.

Stürmische Klänge

Der Reiz der Barockmusik liegt für Sepec in ihrer reichen Ausdrucksvielfalt. Die gemeinsame Basis zwischen dem italienischen Komponisten Antonio Vivaldi und der Rock-Legende Jimi Hendrix sieht der Konzertmeister in einer gleichermaßen rhythmisch packenden Intensität. Außerdem besäßen die „Vier Jahreszeiten“ auf ihre Weise ein gewisses Pop-Potenzial, sodass sich die beiden Komponisten gut miteinander kombinieren ließen. Davon ist Sepec überzeugt.

Vier Violinkonzerte, die vier Jahreszeiten nachzeichnen und klanglich erfahrbar machen: Was uns heute selbstverständlich klingt, war im Italien des 18. Jahrhunderts eine Innovation. Sie lässt sich durch Vivaldis Erfahrung als Opernkomponist erklären. Dort war es üblich, Naturerscheinungen und Gefühlsregungen durch Musik zu verdeutlichen: Stürme, Gewitter, aber auch Wut, Zerrissenheit und Liebe. Neu war, diese Phänomene ins instrumentale Genre zu übertragen. Hendrix Musik wiederum kommt in der Bearbeitung von Klemens Bittmann und Matthias Bartolomey ohne Text aus und zieht auch in der Bearbeitung für Streicher in ihren Bann.

Es gilt die 2G-Regel mit Abgleich über den Personalausweis. Am Platz ist Maskenpflicht. Einlass ist ab 14.30 Uhr.

Achtung: Das Konzert ist bereits ausverkauft.

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