Mittwoch, Januar 14, 2026

Sim-Jü: XXL-Krake kehrt zur Kirmes auf den Marktplatz zurück

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Werne. Sim-Jü rückt näher. Längst rollen die Fahrgeschäfte Richtung Lippestadt, der Aufbau beginnt am Dienstag nach dem Wochenmarkt. Nach 2019 dreht sich dann ab Samstag, 22. Oktober, auf dem Marktplatz auch wieder das „Big Monster“, dass krakenähnliche Karussell des Schaustellers Raoul Krameyer.

„2019 waren wir zuletzt in Werne. Und wir kommen immer wieder gern“, sagt Raoul Krameyer. Insgesamt etwa 15.000 Lichter sorgen dafür, dass das 42 Jahre alte und 80 Tonnen schwere Fahrgeschäft mit den Kraken besonders am Abend nicht zu übersehen ist.

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Vor 24 Jahren hat Krameyer das Fahrgeschäft einem Kollegen abgekauft. Insgesamt ist der Herforder schon deutlich länger im Geschäft. „Ich bin in fünfter Generation Schausteller“, sagt der 48-Jährige stolz. Auf Sim-Jü ist das Fahrgeschäft turnusmäßig alle drei Jahre dabei.

Die Zeiten, als noch Glühbirnen das Logo und den Rest des Fahrgeschäftes erleuchteten, sind längst vorbei. „Vor 15 Jahren fing es an, dass der erste Kollege umgerüstet hat. Da wir immer auch in einem Wettbewerb stehen, sind wir dann auch umgestiegen. Wir sparen also schon lange Energie, allerdings sind auch die Strompreise immer höher geworden“, sagt der Besitzer des Kirmes-Fahrgeschäfts aus Herford.

Sim-Jü rückt näher. Längst rollen die Fahrgeschäfte Richtung Lippestadt, der Aufbau beginnt am Dienstag nach dem Markt. Foto: Volkmer

Die in allen Bereichen steigenden Preise haben vor einem Jahr dazu geführt, dass auch Krameyer die Fahrpreise um 50 Cent auf 4,50 Euro anheben musste. Das Ziel bleibt jedoch unverändert. „Wir möchten, dass jeder Kirmesbesucher hinterher sagt, dass er gern noch einmal fahren möchte“, sagt der Schausteller.

Vier Mitarbeiter helfen, dass das große Fahrgeschäft in Werne innerhalb von zwei Tagen aufgebaut wird. Auch hier sind Fachkräfte rar. „Wir hatten in diesem Jahr und im vergangenen Jahr schon personelle Durststrecken, aber derzeit können wir uns nicht beschweren, so lange alles funktioniert.“

Im vergangenen Jahr, als es noch viele Einschränkungen für Großveranstaltungen gab, nahm Krameyer mit dem Big Monster an einigen eingezäunten „Pop Up“-Freizeitparks mit Kirmesflair teil. „Das war schon okay, aber kein Vergleich mit einer normalen Kirmes, bei der es keine Personenbegrenzungen gibt.“

Die laufende Saison ist bislang positiv verlaufen. „Man merkt, dass die Menschen einen großen Nachholbedarf an Freizeitaktivitäten haben. So kommen in der Regel mehr Besucher als in den Jahren vor der Pandemie.“

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