Dienstag, Juni 18, 2024

Ballettatelier Katrin Höselbarth entführt zu Alice ins Wunderland

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Werne. Vom Kaninchenbau direkt ins Wunderland – rund tausend Zuschauerinnen und Zuschauer machten sich am Sonntag mit Alice im Kolpingsaal Werne auf den Weg. Das Ballettatelier Katrin Höselbarth aus Bergkamen lud nach fünf Jahren Corona-Pause ein zu der fantasievollen Reise.

Tickets waren schon Wochen im Vorfeld kaum noch zu bekommen, so groß war die Nachfrage. „Die Menschen haben nach der Corona-Durststrecke einfach wieder richtig Lust darauf, etwas zu erleben“, ist Katrin Höselbarth sicher und so füllten am Sonntag, 26. März, in zwei Aufführungen je 500 Zuschauerinnen und Zuschauer den Werner Kolpingsaal.

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Lust hatten sichtlich auch die rund 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Bergkamener Ballettschule. „Die Aufführung sollte eigentlich schon 2020 stattfinden zu meinem zehnjährigen Jubiläum als Leiterin der Ballettschule, doch aufgrund der Pandemie mussten wir sie drei Mal verschieben“, berichtet Höselbarth. „Dass die Schülerinnen und Schüler trotzdem mit so viel Begeisterung dabei blieben, ist sicher keine Selbstverständlichkeit.“ Woche für Woche kommen sie aus Bergkamen, Kamen, Bönen, Werne, Unna und Lünen zum Training in das Ballettatelier an der Werner Straße in Bergkamen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Kolpingsaal erlebten – so war es auch bei vorangegangenen Inszenierungen aus der Feder von Katrin Höselbarth wie „Ein Sommernachtstraum“ oder „Ballett goes Hollywood“ – eine Mischung aus Klassik und Moderne. Neben Klängen aus dem Ballettsoundtrack von Berkman und dem „Karneval der Tiere“, wurde die Qual der Wahl bei den Türen von „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode begleitet. Der Hutmacher und das Weiße Kaninchen tanzten zu „Rock around the Clock“ über die Bühne, die Grinsekatze verwandelte sich in einen „Pink Panther“ und die Herzkönigin im Lady Gaga Style behielt beim alles entscheidenden Croquetmatch mit Alice stets ihr „Poker Face“.

Zwei Aufführungen fanden am vergangenen Wochenende im Kolpingsaal statt. Rund 200 Ballettschülerinnen waren beteiligt. Foto: Ballettatelier Kathrin Höselbarth

In ihren Rollen brillierten dabei nicht nur die beiden Alice-Darstellerinnen Hannah Jücker aus Werne und Viktoria Witanski aus Bergkamen, sondern auch die vielen anderen Darstellerinnen im Alter von 4 bis 70 Jahren.

„Spinnen, Spuk und Spitzenschuhe“ war 2018 die letzte Aufführung, die die Schülerinnen und Schüler des Ballettateliers Katrin Höselbarth auf die Bühne brachten – dann kam die Corona-Pandemie und damit eine schwere Zeit. Katrin Höselbarth: „Die Phasen in den Lockdowns, als wir nicht wie gewohnt proben durften, waren für uns alle eine Belastung.“

Die Ballettatelier-Chefin ist umso dankbarer, dass die Schülerinnen und Schüler bei der (Ballett-)Stange blieben und mehr noch: „Die Zahl der Jubilarinnen war in diesem Jahr besonders hoch: 28 Schülerinnen sind seit zehn Jahren in der Ballettschule, acht seit 15 Jahren, darunter auch die beiden Alice-Darstellerinnen.“ Alina Braucks, die im Stück die Schwester der Alice spielte, schnürt seit 20 Jahren die Ballettschuhe und Julia Hoffmann hat in diesem Jahr ihr Dreißigjähriges.

Eine Doppel-Aufführung wie „Alice im Wunderland“ ist viel Arbeit und doch denkt Katrin Höselbarth schon wieder an das nächste Projekt: „Vor der Aufführung ist schließlich nach der Aufführung“, lacht die Wernerin. Ich freue mich jedenfalls auf viele zukünftige spannende Aktionen mit den Schülerinnen und Schülern.“

Mehr Fotos zu der Ballettaufführung finden Sie in unserer Bildergalerie.

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