Donnerstag, Januar 22, 2026

Bis zu 40 Prozent weniger Ertrag bei der Getreideernte in Werne

Anzeige

Werne. Seit Anfang Juli sind die Mähdrescher auf den Feldern in Werne und Umgebung im Einsatz gewesen. Jetzt ist bei allen Landwirten die Getreideernte eingefahren. Einige Regenpausen waren dabei notwendig, um die Arbeit fortsetzen zu können. Auch sonst hat die wechselhafte Witterung den Landwirten zu schaffen gemacht.

Die hohen Niederschlagsmengen und die damit verbundene Dauernässe besonders im Frühjahr haben zu Einbußen beim Getreide geführt. „Für einige bedeutet das bis zu 40 Prozent weniger Ertrag“, so Ferdinand Schulze Froning, seit Februar neuer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne.

- Advertisement -

Nach dem vielen Regen zum Ende des vergangenen Jahres waren die Böden spätestens im Frühjahr vollgesogen. Mit Staunässe aber kommt Getreide nicht gut zurecht. Folgen sind unter anderem eine schlechtere Ausbildung der Wurzeln und so letztlich eine weniger gute Ernte.

Probleme bereitete der viele Regen dem jungen Landwirt nicht nur im Bereich Getreide. „Selbst bei meinen Tulpen im Frühjahr habe ich schon einen Ausfall von 30 Prozent gehabt. Die sind einfach abgesoffen und haben nicht einmal geblüht.“ Schulze Froning betreibt in der Region 15 Standorte, an denen es Blumen zum Selberschneiden gibt.

Der Mais wächst derzeit nicht nur gegenüber der Bushaltestelle Kiwitzheide sehr gut. In rund fünf Wochen beginnt dann die Ernte. Foto: Volkmer

Im Frühjahr erschwerte der Regen zudem notwendige Dünge- und Pflegemaßnahmen, denn oftmals konnten die Trecker die nassen Felder gar nicht befahren. Derzeit sind viele der lokalen Landwirte mit der Stoppelbearbeitung der abgeernteten Felder im Einsatz. Dabei wird der Boden gelockert, Erntereste durchmischt und eingearbeitet. Eine Zwischenfrucht sorgt danach der Beschattung des Bodens und dient der Humusbildung.

Mitten in der entscheidenden Wachstumsphase befindet sich derzeit der Mais. „Ab Mitte September beginnt die etwa einmonatige Erntezeit. Los geht es mit dem Silomais, dann folgt etwas später der Körnermais“, blickt Schulze Froning voraus.

Für die Pflanzenart innerhalb der Familie der Süßgräser waren die Wetterverhältnisse in den vergangenen Wochen nahezu ideal, da es viel Sonne, aber auch reichlich Wasser von oben gab. Bleibt das in den nächsten Wochen so, erwartet der Ortsverbands-Vorsitzende eine gute Maisernte.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Pflege- und Wohnberatung in Werne: Kostenfrei und neutral

Kreis Unna/Werne. Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und...

Führung im Stadtmuseum: „Mit Dampf und Pferdestärken“ – Fotoreise geht weiter

Werne. Tiefer in Wernes Stadtgeschichte eintauchen und dabei kompakt Neues entdecken? Dazu laden die Veranstaltungen „Geschichte(n) und Kaffee. Sonntagsführungen im Stadtmuseum“ ins Stadtmuseum Werne...

Einbruch in Fleischerei – Polizei sucht Zeugen

Stockum. Unbekannte Täter sind zwischen Dienstag (20.01.2026, 19 Uhr) und Mittwoch (21.01.2026, 6 Uhr) in eine Fleischerei in Werne-Stockum eingebrochen. Sie gelangten durch das Aufhebeln...

Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr mit erfolgreicher Bilanz

Werne. Der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne hat sich am vergangenen Wochenende im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses unter Leitung von Löschzugführer Björn Spatzier zur...