Freitag, März 20, 2026

Frühjahrsputz zum Vogelschutz – Viele machen mit

Anzeige

Werne. Trotz Regen und wenig angenehmen Temperaturen folgten am Donnerstagnachmittag, 8. Februar 2024, rund 40 Helfende dem Appell von Klaus Nowack, in den Rieselfeldern durch das Hochwasser im Dezember und Januar angeschwemmten Müll zu entfernen.

Der Ornithologe und Vogelschützer hatte zu der Müllsammel-Aktion aufgerufen, um rechtzeitig vor Beginn und der Brutzeit in der Lippeaue Glasflaschen, Plastikplanen und -flaschen, Styropor, Metallreste und alle möglichen anderen Rückstände zu entfernen.

- Advertisement -

Von der großen Resonanz von jüngeren wie älteren Mitmachern auf seine Aktion war Klaus Nowack schlicht begeistert. 38 Teilnehmende hatten sich angemeldet und ließen sich auch von dem schlechten Wetter nicht abschrecken. „Wir konnten die Aktion auch nicht verschieben“ erklärte Nowack, denn die dafür eingeholten Genehmigungen waren an den Termin gebunden.

Tatsächlich stapfte dann am Nachmittag vom Treffpunkt am Südring/Ecke Horneburg/ THW-Gelände ein großer Helfertrupp mit Regenjacken, Gummistiefeln, Handschuhen, Greifstöcken und Müllsäcken bewehrt zum „Großreinemachen“ in einem besonders betroffenen Bereich los.

„Treibgut“ aller Art blieb nach der Aktion zur Abholung zurück.

Von Glas, Plastik und Metallreste bei Aktion entfernt

Schnell war eine Strecke von Glasflaschen gelegt, die dann getrennt gesammelt und entsorgt wurden. Restmüll und Altglas wurden zusammengetragen und anschließend abgeholt. Auch eine Viehtränke aus Plastik, die von einer gut einen Kilometer entfernten Viehweide angeschwemmt worden war, wurde zu Abholung durch den Besitzer geborgen. Ein größeres Bündel von verrostetem Stacheldraht – zweifelsohne ein Altlast – wurde aus einem Gewirr von Brombeerranken und Bruchholz entfernt.

„Nach einer Stunde ist alles fertig“, freute sich Klaus Nowack über den gemeinschaftlichen Einsatz. Letztlich sei die Überschwemmung der Lippeaue für die Vogelwelt sogar ein Vorteil, erklärte er. Denn in Jahren nach einem Hochwasser wirke sich das positiv aus. „Danach explodiert praktisch das Leben“, schilderte er die Effekte die das Wasser für Flora und Fauna mit sich bringe. Insekten, Vogelwelt und kleinen Säugetieren profitieren.

Helfereinsatz in der Mersch.

Die Lippeaue bietet Lebensraum und Rastplatz für rund 150 Vogelarten, darunter auch seltene Arten wie die Bekassine, Kornweihe oder der inzwischen leider kaum noch anzutreffende Kiebitz, beschrieb der Experte die gefiederte Vielfalt. Gegenwärtig seien auch Kraniche und vier verschiedene Gänsearten in großer Zahl als Gäste zu sehen.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Kellerbrand in Horst: Freiwillige Feuerwehr mit 30 Kräften im Einsatz

Horst. Am Freitagvormittag (20.03.2026) wurden die Löschzüge Stockum und Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne um 11.08 Uhr zu einem Kellerbrand in die Straße Plas...

Pflege- und Wohnberatung in Werne: Kostenfrei und neutral

Kreis Unna/Werne. Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und...

VHS Werne: Handlettering, Meditation, Wiesbaden und mehr

Werne. Die VHS Werne bietet den Workshop "Meditation - die Kraft der inneren Ruhe", einen Kurs zur Stressbewältigung, Handlettering und eine Museumsfahrt nach Wiesbaden. Meditationen...

Sextett sprengt Duo-Motto: Saisonfinale der Musikfreunde

Werne. Trompete und erste Geige werfen sich Akzente zu, liefern sich ein virtuoses Mini-Duell. Die anderen Streicher reagieren mit frechen Percussionseffekten auf ihren Instrumentenkörpern....