TV Werne siegt, verliert aber die Tabellenführung

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Werne. Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne haben die Tabellenführung verloren und das obwohl das Team von Bronek Bakiewicz und Philipp Zurwieden sein Spitzenspiel zu Hause gegen USC Münster III 3:2 gewinnen konnte. Grund für die Tabellenverschiebung ist, dass der TV Werne noch ein Spiel nachzuholen hat und somit eine Partie weniger gespielt hat als der neue Spitzenreiter SC Union Lüdinghausen mit einem Punkt mehr. 

Oberliga Damen: TV Werne – USC Münster III 3:2 (11:25, 25:8, 12:25, 25:23, 15:10) 

Gegen den USC Münster war von Vornherein klar, dass etwas mehr Gegenwehr kommen würde als in den vergangenen Wochen, in denen der TVW zwar meist ungefährdet gewann, aber nicht seinen besten Volleyball zeigen konnte. „Problematisch ist es immer, wenn wir wochenlang nicht mit mehr als 10 Spielerinnen trainieren können und in den Spielen nicht die gewohnte Gegenwehr bekommen. So ist es sehr kompliziert Rhythmus in die wichtigen Abläufe zu bringen“, erklärt Bakiewicz. „Wir sind jetzt nur mit einem blauen Auge davongekommen, weil wir zum Ende des Spiels in unsere Normalform gefunden haben. So schwach wie wir begonnen haben ist es eine starke Leistung des Teams das Ruder dann nochmal rumzureißen. Die Sätze vier und fünf waren definitiv die besten, die wir in der Rückrunde bis jetzt gespielt haben.“ 

Der TV Werne startete extrem schwach in die Partie. Münster kam besser aus den Startlöchern und ließ dem TVW in Durchgang eins nicht den Hauch einer Chance. Das Werner Team sorgte dann im zweiten Satz für ausgeglichene Verhältnisse und siegte sehr souverän mit nur acht gegnerischen Punkten. Im dritten Satz wiederum funktionierte beim TVW erneut gar nichts (12:25). Größtes Sorgenkind war die eigene Annahme, die zu ungenau war und das sonst so variable Zuspiel von Jenny Harhoff auf die Außenpositionen beschränkte. So kamen Mira Struwe und Kim Varlemann im Angriff kaum zur Geltung. Umso wichtiger waren also die Angriffe von Marla Bergmann und Anna Jäger über Außen und Lisa Krüger über Diagonal, die ihren Auftrag sehr gut erfüllten. Vor allem zum Ende des Spiels wurden die Werner Damen ihrer Favoritenrolle gerecht. 

„In den ersten drei Durchgängen war es ein sehr wildes Spiel. Unsere Annahme war das Riesenproblem. Wir haben es zusätzlich auch nicht geschafft die Bälle schnell totzukriegen“, sagte Zurwieden. Die langen Ballwechsel konnte Werne zwar zumeist gewinnen, aber dennoch ließ der Club eine Menge Federn. „Das war kein schönes Spiel, aber letztendlich erfolgreich. Vielleicht meckern wir auf hohem Niveau, weil wir trotzdem noch gewonnen haben. Wir müssen uns aber bewusst sein, dass diese Leistung in den beiden kommenden Topspielen wahrscheinlich nicht reichen wird“, sagt Zurwieden.  

Werne muss in den kommenden Partien auf jeden Fall mit noch mehr Gegenwehr rechnen. Die Spielerinnen freuen sich aber schon auf die Herausforderung. Am Samstag, 25. Februar, kommt es bereits zum Showdown von Interimsspitzenreiter Lüdinghausen mit den Werner Damen. Hier könnte dann schon die Vorentscheidung fallen, wer sich aus dem Titelrennen verabschieden darf.

„Dass wir jetzt so knapp an einer Niederlage vorbeigeschlittert sind, kommt genau zur richtigen Zeit. Ich hoffe, das hat das Team für die heiße Phase jetzt nochmal besonders gut vorbereitet. An das höhere Spieltempo konnten wir uns immerhin sehr zügig gewöhnen und dann ab dem vierten Satz auch unsere spielerische Überlegenheit ausspielen“, erklärt Bakiewicz. „So soll es auch gegen Hennen und Lüdinghausen laufen.“ Als Co Trainerin war außerdem noch Uschi Warnecke dabei, die der TVW in Zukunft noch mehr in die Trainertätigkeiten involvieren möchte. 

TV Werne: Jenny Harhoff, Lisa Krüger, Marla Bergmann, Anna Jäger, Kim Varlemann, Mira Struwe, Theresa Rottmann, Franziska Warnecke, Chiara Grewe, Julia Rieger, Leia Budde 

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